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Ehepaar will 348 Jahre altes Baudenkmal retten

Großburgwedel Ehepaar will 348 Jahre altes Baudenkmal retten

Die Rettung von Großburgwedels mit 348 Jahren zweitältestem Baudenkmal an der Dammstraße 11 überlässt die KSG nach längerer Hängepartie nun einem Ehepaar aus Fuhrberg: Zimmermannsmeister Christian Zeymer und Künstlerin Heike Schötker sind erfahren im Umgang mit alten Bauwerken.

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Christian Zeymer und Heike Schötker wollen "etwas Schönes" draus machen.

Quelle: privat

Burgwedel. Er ist Zimmermannsmeister und Bauingenieur, sie Künstlerin und gebürtige Großburgwedelerin mit jeder Menge Gestaltungswillen.Wie man in traditioneller Fachwerkbauweise aus Alt und Neu macht und dabei ein städtebauliches Kleinod entstehen lässt, das haben Christian Zeymer und Heike Schötker gerade erst an der Heinrich-Wöhler-Straße vorgemacht. Dort retteten sie einen 293 Jahre alten Wandständerbau und bauten "Fittis Winkel" drumherum.

Der NHZ-Bericht über dieses Projekt war soetwas wie ein Empfehlungsschreiben, das bei dem kommunalen Wohnungsbauunternehmen KSG den Ausschlag gab, das längst zur Problem-Immobilie gewordene Baudenkmal an der Dammstraße 11 an das Ehepaar zu verkaufen. Im März stimmte der Aufsichtsrat dem Handel sicher sehr gerne zu, auch wenn unter dem Strich wegen der bereits investierten Planungskosten keine schwarze Null stand, so Geschäftsführer Karl Heinz Range.Ein "so komplexes, so zerstörtes Denkmal" zu sanieren, habe sich für die KGS als zu großes finanziellen Risiken heraus gestellt, zumal: "Wir hatten auch die Sorge, dass ein so hochpreisiges Produkt nicht auf entsprechende Nachfrage stoßen könnte", räumt Range ein.

Das Ehepaar aus Fuhrberg sieht bei dem neuen Projekt nicht das sprichwörtlich halbleere, sondern das halbvolle Glas. "Wir denken, das alte Haus verdient, behutsam angefasst zu werden. Keine Bausünde hat es bisher amputieren können", sagt Heike Schötker. "Es ist genug Bausubstanz vorhanden, um etwas Schönes daraus zu machen", befindet der erfahrene Zimmermannsmeister. 2016 werde ein Planungs- und Vorbereitungsjahr. Viel Handwerkliches wollen sie selber machen und haben schon begonnen, Baumaterial zu sammeln.

Auch für das Bauland hinter dem Denkmal kommt für die Investoren nur Fachwerkbauweise in Frage, vielleicht eine Hofanlage wie Fittis Winkel. "Die Nebengebäude möchten wir erhalten", sagt Schötker. Die seien zwar nicht historisch, aber hübsch und hätten einen auflockernden Charakter.

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Fotostrecke Burgwedel: Zweite Chance für die Dammstraße 11

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