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Ein Flohmarkt kommt selten allein

Burgwedel Ein Flohmarkt kommt selten allein

War es eine ungeschickte Fehlplanung, die die Kollision der beiden Flohmärkte auf dem Schützenplatz und rund um St. Petri am Sonnabendnachmittag in Großburgwedel zur Folge hatte? Oder viel mehr die perfekte Ergänzung? Ganz klar – das zweite.

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Ob St. Petri oder Schützenplatz: Die Einkaufslust der Burgwedeler reicht offenbar aus, um auch zwei Flohmärkte gleichzeitig zu füllen.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Am Sonnabendnachmittag brauchte es viel Platz im Kofferraum, um sich auf die Flohmärkte auf dem Schützenplatz und rund um die St.-Petri-Kirche zu trauen. Die Premiere der Schützen, die zeitgleich ihren Tag der offenen Tür präsentierten, war mehr als geglückt: Besucher schlenderten zuhauf über den Festplatz – und schenkten manchem Liebhaberstück ein neues Zuhause. „Das sind die Puppen meiner verstorbenen Mutter“, erklärte Ingrid Zeising, die mitten im Trubel gleich mehrere Schönheiten auf einem Campingstuhl drapiert hatte. „Ich mag eher Teddys, deshalb fällt mir die Trennung nicht allzu schwer.“ Die Käufer freute das. Und wie ist ein Schützen-Flohmarkt so? „Super. Gemütlich. Viel Platz. Und echte Toiletten“, schwärmte die Fuhrbergerin, die durchaus schon viele Flohmärkte zuvor besucht hatte. Die Schützen griffen aber auch zu ganz besonderen Waffen: Mit dem Duft frisch gebackener Waffeln lockten sie Jung und Alt in die Nähe des Schießstandes – und wer schon einmal da war ...

Kuchenduft brauchte es derweil nicht, um auch den Flohmarkt rund um St. Petri zu füllen. Längst etabliert ist das Angebot bei jungen Familien und allen, die auf dem Weg dazu sind. „Ich habe nur Mädchen daheim und mein Bruder bekommt jetzt echt einen Jungen“, erklärte eine eifrige Verkäuferin, warum auf ihrem Tisch die Farbe Rosa den Ton angab. Zwei Tische weiter schien das genau andersherum der Fall zu sein – Blau und Grün von Baby- bis Kleinkindgrößen stapelten sich dort. Zwischen den vielen Kindern auf Decken, die sich zur Taschengeld-Aufbesserung von ihrem Spielzeug getrennt hatten, war kaum ein Durchkommen. Freunde und Nachbarn fanden sich im Trubel schnell. „Ich will nur kurz Hallo sagen und brauche eigentlich nichts“, versicherte eine Burgwedelerin, um dann doch noch das wunderschöne Mädchenkleid für wenig Geld mitzunehmen.

Man mag meinen, Kirche und Schützen sollten sich auch künftig besser nicht absprechen: Die Burgwedeler freut es offensichtlich, wenn ein Flohmarkt mal nicht allein kommt.

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Ob St. Petri oder Schützenplatz: Die Einkaufslust der Burgwedeler reicht offenbar aus, um auch zwei Flohmärkte gleichzeitig zu füllen.

Quelle: Carina Bahl

Von Carina Bahl

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