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Engeling tritt ab, Brockhaus übernimmt

Burgwedel Engeling tritt ab, Brockhaus übernimmt

Nach 15 Jahren gibt es einen Wechsel an der Spitze des St.-Petri-Kirchenvorstands: Am 12. September wird Friedrich Engeling verabschiedet, Nachfolgerin ist Renate Brockhaus.

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Renate Brockhaus und Friedrich Engeling - hier beim Wettmarer Tauffest - haben im St.-Petri-Kirchenvorstand viele Jahre in Personalfragen eng zusammengearbeitet.

Quelle: Privat

Burgwedel. Er bleibt Vorsitzender des Kirchenkreistages Burgwedel-Langenhagen, Chef des Kuratoriums der St.-Petri-Stiftung, aktiv im Vorstand von „edelMut“. Und auch mit Heckenschere, Hacke und Motorsäge will der studierte Forst- und Landwirt seiner St.-Petri-Gemeinde weiter zur Verfügung stehen. Sein Amt als Vorsitzender des Kirchenvorstandes aber hat Friedrich Engeling nach 15 Jahren jetzt zur Verfügung gestellt. Nachfolgerin ist Renate Brockhaus. Auch wenn sich „keiner mehr daran erinnern konnte“, wie Pastorin Bodil Reller sagt: Seinen kompletten Rückzug aus dem Kirchenvorstand hatte Engeling schon vor Jahren angekündigt. Bei dem „partiellen Gedächtnisverlust“ habe wohl „Wunschdenken eine große Rolle gespielt“, bekennt Reller. Engeling erinnert sich gut daran, wie er im Jahr 2000 nach der Wahl in den Kirchenvorstand „ohne Vorwarnung“ auch gleich zu dessen Vorsitzenden gewählt worden war. Seine Amtszeit darf getrost als prägend für die Gemeinde bezeichnet werden, denn gemeinsam mit den St.-Petri-Gremien war der gebürtige Münsteraner gut im Umsetzen. Beim Ausbau des Gemeindezentrums oder der Kirchturmsanierung sei er bisweilen sogar „erschrocken über unseren Mut“ gewesen, vertraute er dieser Zeitung an. Nicht minder schwierig waren andere Operationen – die Reduzierung von Pfarrstellen oder der Erhalt der Stellen der Diakonin und des Kantors, wofür dann die St.-Petri-Stiftung gegründet wurde. Immer wieder standen Personalfragen auf dem Plan. „Die Übernahme der Trägerschaft für unsere Kita durch den Kirchenkreis war eine große Entlastung“, sagt Engeling heute. In allen Personalfragen hat der 69-Jährige im Ausschuss des Kirchenvorstandes kontinuierlich mit Renate Brockhaus zusammen gearbeitet, die im Juni vom 14-köpfigen St.-Petri-Kirchenvorstand zur neuen Vorsitzenden gewählt worden ist. Die Großburgwedelerin will so kurz nach ihrer Wahl noch keine eigenen Schwerpunkte benennen. Durch Umschichtungen innerhalb der Ausschussarbeit hat sie Freiraum für die neue Tätigkeit gewonnen, die sie mit großem Engagement angeht: „Ich habe vor und nach meiner Wahl ganz viel Zuspruch erfahren“, sagt Brockhaus. „Das macht mich stark für dieses Amt“ – zumal die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Pastorin Praxis-erprobt sei und Engeling weiter für einen regelmäßigen Austausch zur Verfügung stehe.

Am Sonnabend, 12. September, um 17 Uhr wird Friedrich Engeling, für den Beatriz von Kriegesheim in den Kirchenvorstand nachrückt, in einer Andacht in der St.-Petri-Kirche verabschiedet. Dazu und zum anschließenden Empfang lädt die Gemeinde ein.

Verwaltungszentrale bekommt eine Chefin

Das Kirchenkreisamt Burgdorfer Land in Großburgwedel, das für die evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Burgwedel-Langenhagen sowie Burgdorf die Verwaltungsgeschäfte führt, bekommt eine Chefin: Jacqueline Gebauer wird die Nachfolge von Uwe Neumann antreten, der nach fast 30 Jahren als Leiter zum 1. Oktober zum Kirchenamt Celle wechselt. „Wir freuen uns sehr, dass unsere neue Amtsleiterin spätestens zum 1. November zu uns kommen kann“, so lassen sich die Superintendenten Holger Grünjes (Burgwedel-Langenhagen) und Mirko Peisert (Burgdorf) zitieren. Jacqueline Gebauer leitet zurzeit noch die Stadtkirchenkanzlei Hannover kommissarisch. In den vergangenen Jahren sei die Diplom-Finanzwirtin und Oberkirchenrätin bei der Landeskirche unter anderem am Aufbau eines modernen Gebäudemanagements und einer IT-Strategie beteiligt gewesen – aber auch an der Entwicklung neuer Trägerstrukturen für die kirchlichen Kindertagesstätten. Das passt zur neuen, gerade für 440.000 Euro erweiterten Dienststelle im Großburgwedeler Mitteldorf, die Verwaltungszentrale von insgesamt 26 kirchlichen Kitas ist.

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