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Ortsrat will Engensen-Standard für Baugebiet

Neues Bauland in Engensen Ortsrat will Engensen-Standard für Baugebiet

Grundstücke zu klein, fehlende Parkplätze, Dorf-untypisch: Weil der Bebauungsplan „Südlicher Grashof“ nicht Engensen-Standard hat, wird er vom Ortsrat abgelehnt. Dabei will die Stadt Burgwedel am östlichen Dorfrand kurz- und mittelfristig möglichst viel Wohnraum für Flüchtlinge schaffen.

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Im Bereich des geplanten Baugebiets am Engenser Kiebitzweg liegt auch die noch nicht belegte Flüchtlingsunterkunft.

Quelle: Martin Lauber

Engensen. Offenbar wollen Engensens Kommunalpolitiker den Eindruck vermeiden, mit ihren städtebaulichen Bedenken nur die Ansiedlung von Flüchtlingen verhindern zu wollen. Fritz Papenberg (CDU) und Friedhelm Stein (WEB) präsentierten am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam eine fertig formulierte schriftliche Stellungnahme, an der außer den Mitgliedern des Ortsrates auch die Engenser Ratsmitglieder Joachim Papenburg und Joachim Lücke (beide SPD) mitgeschrieben hatten.

„Wir halten die geplante hohe Konzentration der Bebauung (...) auf der vorhandenen Fläche für ungeeignet“, heißt es in der Stellungnahme. Und: „Sollte der Plan so umgesetzt werden, erhalten wir dort für immer eine Siedlung mit kleinteiligen Grundstücken sowie relativ einfachen Baukörpern im Einheitsstil, die für immer Fremdkörper im Dorf bleiben werden.“ Es dürfe nicht sein, „dass dem mittelfristigen Problem der Flüchtlingsunterbringung ein schönes Baugebiet geopfert wird“.

Der Entwurf des Bebauungsplans sieht circa 6600 Quadratmeter Wohnbauland zwischen Grashof- und Kiebitzweg in zweiter Reihe an der Ramlinger Straße vor. Bis zu acht Doppelhäuser will die Stadt dort auf eigenem Grund und Boden sukzessive in einem Standard bauen lassen, der es zulässt, dass sie kurzfristig von Flüchtlingen, später aber auch von Mietern bewohnt oder auch veräußert werden könnten, wie es in weiteren Ortsteilen ebenfalls geplant ist. Engensens Ortsrat fordert indes jetzt, die Anzahl der Grundstücke zu reduzieren. Und, um die Option auf spätere Vermietung oder Verkauf zu sichern, solle die Stadt für jede Doppelhaushälfte zwei Autostellplätze vorsehen.

In Fragen der Bauleitplanung werden Ortsräte allerdings nur angehört. Am 8. März endet die Öffentlichkeitsbeteiligung. Den Beratungen des Bauausschuss wollte Bürgermeister Axel Düker gestern nicht vorgreifen. Im Hinblick auf die Nachnutzung sagte er: „Auch in Engensen gibt es Bedarf an kleineren Einheiten und bezahlbarem Wohnraum.“ Mit ihren Grundstücken müsse die Stadt sparsam umgehen.

Einstweilen gibt es für ein erstes Doppelhaus direkt am Kiebitzweg schon die Baugenehmigung – zwar ohne B-Plan, aber auf Basis einer Sonderregelung für Flüchtlingsunterkünfte.

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