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Kleinburgwedel zu klein als Supermarkt-Standort

Burgwedel Kleinburgwedel zu klein als Supermarkt-Standort

Beim Neujahrsempfang des Kleinburgwedeler Ortsrates gibt es Lob und Tadel - und Ernüchterung in Sachen Supermarkt.

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Bianca und Heiko Rosenhagen stellen ihre mehrfach prämierte Metallbaufirma vor – mit Bildern, Filmen – und auch Materialkunde gehört zu ihrem Vortrag.

Quelle: Martin Lauber

Kleinburgwedel. Nein! Den Traum vom eigenen Supermarkt im Dorf müssen die Kleinburgwedeler wohl beerdigen. Beim Neujahrsempfang des Ortsrates gibt Jürgen Schodder stets eine Wasserstandsmeldung zu diesem Top-Thema – gestern aber wohl zum vorerst letzten Mal. Nachdem zwei potenzielle Investoren abgesprungen seien, bleibe nur diese Erkenntnis: „Wir sind wohl zu klein. Da ist nichts mehr erkennbar.“

Rund 80 Zuhörer lauschten im Saal des Schützenkrugs dem Rück- und Ausblick des Ortsbürgermeisters zur Jahreswende. Das „in dieser Dimension überraschende“ dreifache Absaufen von Teilen der Ortschaft nach starken Niederschlägen habe die Nerven der Bürger arg strapaziert, sagte Schodder. „Ein neuer Generalplan für die Entwässerung muss her. Wir müssen baulich dringend etwas tun“, forderte der CDU-Politiker. Mit verantwortlich für die vollgelaufenen Keller sei aber auch der Umstand, dass das Regenrückhaltebecken nicht gepflegt worden sei.

Inseln sind wieder sichtbar

Wo Schatten ist, gibt es aber auch Licht – und das erblickte Schodder rund um den Würmsee, der zur Kleinburgwedeler Gemarkung gehört. Es sei ein „kluger Schachzug“ gewesen, dass die Stadt Burgwedel das Naherholungsareal vom Realverband gepachtet und damit das Hickhack um Zuständigkeiten 
endlich beendet habe. Was unter kommunaler Regie geschaffen wurde, sei toll. Wege wurden gangbar gemacht, neue Ausblicke geschaffen, „sogar die Inseln sind wieder sichtbar“, lobte der Ortsbürgermeister. Auch die Würmsee-Gastronomie habe neue Ideen – für die Speisekarte wie für die Gestaltung des Außenbereichs. An dieser positiven Entwicklung habe auch der Kleinburgwedeler Ortsrat mit seinem beständigen Drängen seinen Anteil gehabt.

Die Nachfrage nach Grundstücken im Gewerbegebiet sei so groß, dass bereits über eine Erweiterung nachgedacht werde, ließ Schodder durchblicken. Ein Grundstück habe die Stadt aber reserviert – für einen möglichen Neubau des zu kleinen Kleinburgwedeler Gerätehauses. Für die Nachnutzung des Gebäudes, so Schodder, „fällt uns sicher etwas Gutes ein“.

Multi-Preisträger Rosenhagen

Alle Jahre wieder bietet der Neujahrsempfang eine Bühne für eine Präsentation: Nach den Firmen JAG und Zecklab, nach Jägerschaft und Feuerwehr war diesmal die in den letzten Jahren mit Preisen für Gesundheitsmanagement und vorbildliche Ausbildungskonzepte geradezu überhäufte Metallbaufirma Rosenhagen an der Reihe.

Heiko und Bianca Rosenhagen spielten sich die Bälle zu bei der Vorstellung ihres Unternehmens, das aus einer früheren Dorfschmiede in Fuhrberg 1989 nach Kleinburgwedel umsiedelte und – dank eines Gewerbegebietes ohne Beschränkungen – sich dort dreimal erweiterte, zuletzt um eine 2100 Quadratmeter große, mit modernster Lasertechnik ausgestattete Werkstatthalle. Modern ist vor allem, wie die Firma ihre Teamfähigkeit pflegt – von der Mitarbeiter-App über gemeinsame Floßfahrten und Ernährungsseminare bis hin zur täglichen Morgenrunde mit Stolperstein-Analyse.

Im März geht Kleinburgwedel Boßeln

Aus dem Winterschlaf erwacht Kleinburgwedel mit dem Boßeln der Dorfgemeinschaft, zu dem die Ortsfeuerwehr für Sonnabend, 4. März, einlädt. Jeder kann mitmachen – 2016 waren 18 Mannschaften am Start. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Dorfplatz, anschließend gibt es Grünkohl satt im Schützenkrug. Am Sonnabend, 25. März, ist ebenfalls das ganze Dorf zum Mitmachen aufgefordert – beim Frühjahrsputz. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Dorfplatz. Ebenfalls für den 25. März lädt die Firma Rosenhagen zum Tag der Offenen Tür ein. Wie beim 60. Firmenjubiläum im Jahr 2013 lautet das Motto „Willkommen in ritterlichen Zeiten“ – mit Ritter Balthasar von Fibelkorn und Hartmann von Starkenberg.

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Ortsbürgermeister Jürgen Schodder lobt die bereits neunbändige Sammlung mit Zeitungsausschnitten über Kleinburgwedel, die Fritz Mahlerwein zusammengetragen hat.

Quelle: Martin Lauber
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