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Erstes Haus für Flüchtlinge bald bezugsfertig

Burgwedel Erstes Haus für Flüchtlinge bald bezugsfertig

Mit zwei Neubauten in Massivbauweise, die später einmal dem sozialen Mietwohnungsmarkt zur Verfügung stehen sollen, setzt die Stadt Burgwedel neue Maßstäbe für die Unterbringung von Flüchtlingen.

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Bis Ende Mai sollen in dieses neue massive Haus an der Wallstraße in Kleinburgwedel sechs Flüchtlingsfamilien mit 36 Personen einziehen.

Quelle: Chadde

Burgwedel. Fast bezugsfertig ist das neue Sechsfamilienhaus an der Wallstraße in Kleinburgwedel. Spätestens in sechs Wochen sollen die ersten Bewohner einziehen, sagte Bürgermeister Axel Düker am Dienstag auf Anfrage. 36 Flüchtlinge aus dem Stadtgebiet bekommen dort ihr neues Domizil.

Dabei handele es sich nicht um Einzelpersonen, sondern ausschließlich um Familien, die auch bereits informiert seien. „Sie freuen sich schon. Für viele ist es die erste richtige Wohnung, seit sie aus ihrer Heimat geflohen sind“, so Düker weiter. Einen Teil dieser Menschen hatte die Stadt bisher beengt in Sammelunterkünften untergebracht. Der andere Teil müsse umziehen, weil für die bisherigen Wohnungen die Mietverträge ausliefen.

Vor dem Erstbezug sollen Ortsrat und Nachbarn Gelegenheit bekommen, den Klinkerbau an der Wallstraße zu besichtigen, in den die Stadt Burgwedel circa eine Million Euro investiert, kündigte Bürgermeister Düker an. Der zweite Neubau, ein Doppelhaus am Kiebitzweg in Engensen, werde im Sommer fertig.

Die Zahl der Flüchtlinge in Burgwedel ist seit dem Höhepunkt der Fluchtbewegung von rund 530 auf aktuell rund 450 gefallen, von denen sich allerdings 83 mittlerweile schon selbstständig Wohnungen gesucht haben. Gleichzeitig erwartet die Stadt 20 Personen im Zuge des Familiennachzuges.

Deshalb, aber auch im Hinblick auf die neue Fluchtbewegung im Mittelmeer und auf die Spannungen mit der Türkei mag Düker nicht von einer „entspannten Lage“ reden. Dabei ist die marode Flüchtlingsbaracke an der Bruchstraße in Wettmar schon seit Monaten nicht mehr belegt. Und - nur - für den Notfall stehen 90 Containerplätze in Fuhrberg und weitere 30 Plätze in einer früheren Flüchtlingsbaracke in Engensen bereit. „Wir hoffen, dass wir diese Kapazitäten nicht brauchen werden“, sagt Düker. „Aber wenn Menschen Schutz brauchen, müssen wir ihnen diesen auch gewähren können.“

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