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FDP startet gestärkt in den Wahlkampf

Burgwedel FDP startet gestärkt in den Wahlkampf

Mit neuem Team und großen Themen möchte die FDP in Burgwedel zurück zu alter Stärke finden – und ganz nebenbei eine erneute absolute Mehrheit der CDU im Rat verhindern. Ganz oben bei den Wahlkampfthemen steht bei den Liberalen ein Stadtentwicklungskonzept für ganz Burgwedel.

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Sieben der FDP-Ratskandidaten beim Hoffest Gremmel: Robert Unkelhäuser (von links), Britt Buvrin-Wolff, Ulli Friedrich, Leyla Korkmaz, Henrik Grabowski, Ferdinand Bruss und Isa Huelsz - zusammen mit der Regionsabgeordneten Christiane Hinze und der Europarlamentariern Gesine Meißner.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Das Hoffest auf dem Anwesen von FDP-Urgestein Heinrich Gremmel ist für Burgwedels Liberale alljährlich ein Familienfest. Parteifreunde und Sympathisanten schauen vorbei, auch ein CDU-Ortsbürgermeister plaudert bei Bratwurst und Bier ungezwungen mit. Die bei diesem Traditionsevent obligatorische Parteiprominenz repräsentierten am Freitagabend die Regionsabgeordnete Christiane Hinze sowie Gesine Meißner. Die Europapolitikerin zeichnete die Debatten über den Brexit und die Spannungen zwischen EU und Türkei nach.

Vier Wochen vor der Kommunalwahl lag auf Gremmels Hof ein neues Selbstbewusstsein der Liberalen in der Abendluft. Seit dem Absturz anno 2011 von drei Ratsmandaten auf nur eins bewegte sich Burgwedels FDP am Rande der Wahrnehmbarkeit. Nun schickt die Partei fünf Frauen und sieben Männer als Kandidaten ins Rennen. „Wir starten durch mit einer neuen Truppe“, konstatiert Vorsitzende Isa Huelsz nicht ohne Stolz. Zu ihrer alten Stärke wolle die FDP zurück, möglichst keine Gruppenbindung mehr eingehen müssen und nebenbei eine erneute absolute Mehrheit des aktuellen Gruppenpartners CDU verhindern helfen. Huelsz zufolge würde das dem Rat gut tun: „Das erhöht den Druck, miteinander zu reden.“

Inhaltlich präsentiert sich die FDP mit ihren Wahlkampfthemen am großen Ganzen. „Ein Stadtmarketing ist nur ein kleiner Teil dessen, was Burgwedel braucht“, ist Huelsz überzeugt. Vielmehr brauche es ein umfassendes Stadtentwicklungskonzept. „Wir müssen uns fragen, wo Burgwedel in 15 Jahren stehen soll.“ Das beinhalte die Planung von Gewerbe- und Baugebieten, von zusätzlichem Personal im Rathaus bis hin zu einer Bestandsanalyse und Prioritätensetzung. „Klar ist für uns: Das muss ein Profi machen und nicht nebenbei im Rathaus laufen.“

Überhaupt wünscht sich die FDP ein Burgwedel, dessen Ortsteile stärker zusammenwachsen – und halten. Ein neues Dorfgemeinschaftshaus für Wettmar sieht die FDP ebenso als notwendig an wie den Anschluss Fuhrbergs an die zentrale Kläranlage, um ein weiteres Wachstum dort zu ermöglichen. Einen Fond, der in Not geratenen Burgwedelern hilft, fordert die FDP ebenso. An ihrem Mantra, keine Steuern zu erhöhen, hält die FDP fest: „Im Zweifelsfall muss eben gespart werden.“ Auch die Versorgungslücken in den Dörfern will die FDP schließen – „und sei es mit einem Bringdienst für die Älteren“, so Huelsz.

Von Carina Bahl und Martin Lauber

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