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Fahrradboxen sind bei Pendlern beliebt

Großburgwedel Fahrradboxen sind bei Pendlern beliebt

Die verschließbaren Fahrradboxen am Bahnhof Großburgwedel sind bei Pendlern beliebt. Dennoch gibt es keine Warteliste. Wer einen Platz will, wartet in der Regel fünf Wochen darauf.

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Am Bahnhof Großburgwedel stellen viele Pendler ihre Fahrräder ab. Auch Delia Schwarzlos sperrt die Fahrradbox auf und fährt zur Arbeit.

Quelle: Hartung

Burgwedel. Bahnhof, 7.50 Uhr. Edith Krüger hat noch einen Stellplatz für ihr Fahrrad abbekommen, schließt es an einem Bügel an. In wenigen Minuten kommt der Metronom, damit fährt die Großburgwedelerin nach Hannover. „Eigentlich könnte ich auch eine Stunde später zur Arbeit fahren, aber dann bekomme ich überhaupt keinen Platz mehr für mein Fahrrad.“

So wie Edith Krüger geht es vielen Berufspendlern, die den Bahnhof Großburgwedel als Umsteigemöglichkeit auf dem Weg zur Arbeit nutzen. Die Ortsgruppe Großburgwedel des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs forderte deshalb im Frühjahr mehr Fahrradstellplätze innerhalb der Stadt, vor allem am Bahnhof.

Dort gibt es jedoch immerhin Fahrradboxen. Delia Schwarzlos besitzt einen Schlüssel für einen solchen Platz und damit Zugang in den Käfig voller Räder. „Ich finde die Möglichkeit toll.“ Früher habe sie es frei zugänglich am Bahnhof abgestellt. „Ein Rad wurde mir geklaut, bei einem anderen waren irgendwann die Lichter kaputt“, sagt Schwarzlos, die von Eschede aus mit dem Metronom nach Großburgwedel kommt - und von dort weiter zur Arbeit radelt. „Das brauche ich morgens.“

Auf dem gegenüberliegenden Gleis fährt der Metronom aus Hannover ein. Viele Pendler steigen aus, darunter auch Wilhelm Mörke, der kurz danach die letzten Kilometer bis zur Arbeitsstelle per Bus zurücklegt. „Die Fahrradbox würde mich auf jeden Fall interessieren. Ich weiß aber nicht, an wen ich mich wenden muss.“ Als Hobbysportler besitze er ein recht hochwertiges Rad. „An einem frei zugänglichen Bügel ist mir das zu riskant.“

Die gute Nachricht für Mörke und auch für Edith Krüger, die von einer langen Warteliste für die Fahrradboxen ausgeht: So utopisch ist es gar nicht. „Wir haben derzeit 125 Schlüssel für die Boxen im Umlauf für 125 Stellplätze“, sagt Christian Gloger vom Bauamt der Stadt Burgwedel. Und die Warteliste sei aktuell bei null. „Das ist eine gute Zahl, zumal die Boxen noch nicht voll sind.“ Sollte der Bedarf steigen, könne man über eine Erweiterung nachdenken, außerdem habe er noch zehn weitere Schlüssel in der Hinterhand. „In diesem Jahr hatten wir aber nicht mehr als sieben Personen auf der Warteliste, niemand musste länger als fünf Wochen auf einen Platz in den Boxen warten. Nur im Frühjahr kam es mal zu Engpässen.“

Im Januar schreibe er alle Schlüsselbesitzer an. „Jeder muss dann einen Nachweis erbringen, dass er noch Pendler ist - dadurch gibt es manchmal wieder freie Plätze“, sagt Gloger. Die Schlüsselempfänger müssen bei der Stadt 30 Euro Pfand hinterlegen, die Nutzung ist kostenfrei. In Kürze will die Stadt zudem an den Fahrradboxen ein Schild installieren und auf die Kontaktmöglichkeit zum Bauamt hinweisen - sicherlich gut, um alle interessierten Pendler zu informieren.

von Stephan Hartung

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