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Fast eine halbe Million Euro erblitzt

Fuhrberg/Negenbirn Fast eine halbe Million Euro erblitzt

Geld spülen sie reichlich in die Kassen der Stadt Burgwedel und der Region Hannover, aber pädagogisch wirken sie offenbar nicht - die in Fuhrberg aufgestellten Radaranlagen: Alle Raser zusammengenommen mussten seit April 2012 fast eine halbe Million Euro an Bußgeld berappen.

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Die Radaranlagen an der Fuhrberger Ortsdurchfahrt sind eine Goldgrube für Stadt und Region. Seit April 2012 hat es 18.000-mal geblitzt.

Quelle: Kai Knoche

Burgwedel. Mehr als 12.000 Autos und Lastwagen quälen sich täglich auf der Landesstraße 310 durch das 2200-Seelen-Dorf Fuhrberg - ganz überwiegend Durchgangsverkehr. Nachts gilt aus Gründen des Lärmschutzes ein Tempo-30-, tagsüber das übliche Tempo-50-Gebot. Sehr häufig werden diese Limits nicht respektiert. Seit die Stadt Burgwedel im April 2012 für satte 173.000 Euro je eine Radaranlage für jede Fahrtrichtung an der viel befahrenen Ortsdurchfahrt aufstellte, wurden 18.205 Bußgeldverfahren eröffnet. Vereinzelt dürfte wohl der eine oder andere Fall von Telefonieren am Steuer dabei gewesen sein, aber in jedem Einzelfall ging es um Geschwindigkeitsverstöße. Über die Höhe der Überschreitungen des zulässigen Tempos führt die Region zwar keine Statistik, aber über die Einnahmen: In den neun Monaten vom 3. April bis Ende 2012 verbuchte die Behörde 275.168,61 Euro. In diesem Jahr waren es bisher auch schon 205.476,26 Euro - von einem großen Lerneffekt der Autofahrer, die zum Bleißfuß neigen, zeugt das nicht.

Von den Einnahmen verbleiben für die Abwicklung der Bußgeldverfahren 60 Prozent bei der Region, Burgwedel ist mit 40 Prozent an den Erträgen beteiligt. Just in diesen Tagen hat sich die Investition in die beiden Radarsäulen vom Typ Vitronic amortisiert, das berichtete Kämmerer Christian Möhring am Dienstagabend im Finanzausschuss. Das gelte allerdings nur, wenn man den eigenen Personalaufwand außen vor lasse. Filme müssten regelmäßig gewechselt werden, und häufig werde der zuständige Mitarbeiter auch vom Amtsgericht geladen, wenn über Einsprüche gegen Bußgeldbescheide verhandelt wird.

Nicht nur Fuhrberg hat Probleme mit Rasern. Dass auch an der schnurgeraden Oldhorster Ortsdurchfahrt Radaranlagen platziert werden, hat Anfang November der dortige Ortsrat gefordert. Für einen Etatposten im Haushalt 2014 kam der Wunsch indes zu spät - zunächst sollen die Fachausschüsse darüber beraten.

Autofahrer rast mit Tempo 96 durch Negenborn

Bei einer Geschwindigkeitsmessung, die die Polizei Mellendorf mit Unterstützung von Beamten der Polizeidirektion Hannover auf der Hannoverschen Straße (L 383) in Negenborn vorgenommen hat, sind innerhalb von gut eineinhalb Stunden elf Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde festgestellt worden. Für den höchsten Messwert sorgte ein 45-jähriger Autofahrer, der mit 96 Kilometern pro Stunde durch Negenborn raste. Er muss mit einem Bußgeld von 200 Euro, vier Punkten und einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Die Polizei hatte die Messung nach Beschwerden von Anwohnern vorgenommen. Sie hatten auf teilweise erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Landesstraße hinter dem Ortseingang aus Richtung Abbensen sowie auf das Unfallgeschehen auf dieser Straße in Höhe der Einmündung Klappenbrücke hingewiesen.

Martin Lauber und Friedrich Bernstorf

 

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Von Redakteur Martin Lauber