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Turnerschaft: Es bleiben finanzielle Risiken

Burgwedel Turnerschaft: Es bleiben finanzielle Risiken

Finanzielle Risiken wegen eines Rechtsstreits mit der Rentenkasse beschränken den Gestaltungsspielraum der Turnerschaft Großburgwedel. Gleichwohl bekam in der Jahresversammlung des größten Vereins der Stadt die wieder-gewählte Vorstandsmannschaft viel Lob.

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Uli Appel und sein Vorstandsteam: Gerahmt wird der TSG-Vorsitzende von den Neuzugängen Brit Buvrin-Wolff (3. v. li.) und Gisela Krauthoff.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Zahlen über Zahlen, aber zwischendurch menschelte es mächtig bei der Mitgliederversammlung von Burgwedels größtem Verein: 2729 Mitglieder hat die Turnerschaft Großburgwedel (TSG) aktuell – und seit Dienstagabend durch einstimmigen Beschluss ein überglückliches sechstes Ehrenmitglied. Friedrich Kruse hatte vor 30 Jahren die heute rund 400 Mitglieder starke Gesundheitssport-Abteilung der TSG samt begleitendem Ärzteteam aufgebaut – und ebenso lange betreut er bis heute die Sportangebote für insgesamt 90 Menschen mit Behinderungen in acht Gruppen in Burgwedel und Burgdorf. Dafür gab es außer Urkunde und Präsent noch ein Bad im Applaus.

Trotz zahlreicher weiterer Ehrungen, dem nun auch formellen Start einer neuen Boxsport-Abteilung und vieler sportlicher Erfolge: Bestimmt wurde die von circa 60 Mitgliedern besuchte Versammlung im Aktivcenter von strategischen Überlegungen, wie mit einer riesigen finanziellen Altlast umzugehen sei.

Wie berichtet, ist zwischen Rentenkasse und Turnerschaft ein Rechtsstreit anhängig über die Höhe der fälligen Nachzahlung für einen langjährigen Berater des früheren Vorstands. Buchungstechnisch hat die TSG zwischenzeitlich eine Rückstellung von einer Viertelmillion Euro gebildet. Aber den schlimmsten Fall bilde diese Summe noch lange nicht ab, warnte Kassenprüfer Gerd Duckstein mit Verweis auf potenzielle hohe Säumniszuschläge. Vom Krisenmanagement des 2015 angetretenen Vorstandsteams um Uli Appel zeigte Duckstein sich ansonsten höchst beeindruckt.

Bei den nach zwei Jahren erstmalig anstehenden Neuwahlen gab es Veränderungen: Gisela Krauthoff ist neue Schriftwartin, Britt Buvrin-Wolff übernimmt die Pressearbeit von Peter Michael Zernechel, doch als Beiratsmitglied bleibt der ffn-Moderator der Joker bei TSG-Veranstaltungen.

Die Kinder- und Jugendarbeit stellte Appel in den Mittelpunkt seines Berichts: An fast allen Schulen im Stadtgebiet beteilige sich der Verein an der Nachmittagsbetreuung – auch um sich früh genug ins Bewusstsein der Kinder zu bringen. Um den Übungsleiternachwuchs zu sichern, wurde 2016 das Projekt Sportassistenten gestartet. Dieses Jahr sollen die 12- und 18- Jährigen den DLRG- und den Jugendgruppenleiter-Schein absolvieren. Mehr als nur eine Geste sei die Satzungsänderung, mit der Jugendliche nun in den Abteilungen Stimmrecht gegeben worden ist.

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