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Endspurt: Firmen suchen noch Nachwuchs

Burgwedel/Isernhagen Endspurt: Firmen suchen noch Nachwuchs

Das Ende ihrer Schulzeit rückt für viele Absolventen nach den Osterferien in Sichtweite - schließlich stehen dann die Abschlussprüfungen an. Wer sich noch unschlüssig ist über seine berufliche Laufbahn, findet bei Unternehmen der Region noch freie Ausbildungsplätze.

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Sina Klaube (17) aus Engelbostel absolviert ihre Ausbildung bei der Firma Steinlen in Großburgwedel.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel/Isernhagen. Kaufleute für Büromanagement, Groß- und Einzelhandel, Fachinformatiker, Fachkraft für Lagerlogistik: "Wir suchen noch für alle Ausbildungswege die Azubis", sagt Ramona Breidenbach von Toyota Material Handling in Altwarmbüchen. Insgesamt fünf Stellen besetze ihr Unternehmen, und noch alle seien offen. "Dabei haben wir uns auf unterschiedlichen Wegen den Schülern vorgestellt, unter anderem bei der IHK-Lehrstellenbörse", fügt sie hinzu. Die Bewerber erwarteten neben einem Vorstellungsgespräch auch kleine Aufgaben, allerdings ohne Assessment Center. Wer das schaffe, könne zum 1. August starten.

"Es gibt schon erste Kandidaten, aber wir haben noch keinen Vertrag abgeschlossen", fasst Oliver Hennies vom gleichnamigen Hotel und Restaurant in Altwarmbüchen die Situation zusammen. Seine Erfahrung: "Wenn wir zu weit im Voraus den Bewerbern zusagen, entscheiden sich die Leute oft noch einmal anders." Bis zu zwei Restaurant-, drei Hotelkaufleute und bis zu drei Köche würde er gern ausbilden - gern auch mehr. "Das hängt von der Qualifikation ab", sagt er und fügt hinzu, die Bewerber müssten sich vorstellen und einen Tag zur Probe arbeiten. "Dann bekommen beide Seiten einen ersten Eindruck", weiß er aus Erfahrung und fügt hinzu: "Das hat sich bewährt."

Fast schon entspannt blickt Frank Leibelt auf den Ausbildungsbeginn: Der Tischler aus Großburgwedel hat über seinen Sohn einen Burgdorfer aus dem Berufsgrundbildungsjahr gewinnen können. Bereits im April absolviere der künftige Azubi ein Praktikum, das erste hatte er im November erfolgreich bestanden. "Vielen Jugendlichen ist nicht bewusst, wie breit gefächert und anspruchsvoll ein Handwerksberuf heute ist", sagt Leibelt, der in den vergangenen Jahren vergeblich um Nachwuchs geworben hatte.

"Wir suchen das ganze Jahr", sagt Andrea Thun, bei der Großburgwedeler Firma Steinlen für die Azubis und Praktikanten zuständig. Während in früheren Jahren bis zu 150 Bewerbungen eingegangen seien, liege die Zahl jetzt bei 30. Vier von ihnen stellt der Maschinenbauer zum Sommer ein: Ein Azubi beginnt im kaufmännischen, drei im gewerblichen Bereich. "Wir hätten gern einen vierten genommen", sagt Thun und ergänzt, wenn sich jetzt noch Interessierte beim Vorstellungsgespräch und einem Eignungstest bewährten, würde Steinlen aufstocken. Das Unternehmen mit 124 Mitarbeitern beschäftigt 18 Azubis. Zu ihnen gehört auch Sina Klaube, die nach einem zweitägigen Praktikum eine Ausbildung als Kauffrau begonnen hat.

Sonja König, Leiterin der Aus- und Weiterbildung bei Kind Hörgeräte, unterscheidet zwischen Azubis in der Firmenzentrale und in den Niederlassungen: "Das Bewerbungsverfahren für Burgwedel haben wir für Industriekaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik abgeschlossen", sagt sie. Insgesamt fünf junge Leute beginnen dort im Sommer, darunter ein irakischer Flüchtling. Bundesweit suche Kind mehr als 500 Nachwuchskräfte für Hörgeräteakustiker. "Besonders schwierig ist die Situation in Großstädten wie München oder Stuttgart und in den Flächenländern", sagt König. Deshalb liefen die Bewerbungen über das ganze Jahr: "Über Praktika ist der Einstieg jederzeit möglich."

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