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Ufo-Alarm in Burgwedel: Frau ruft Polizei

Burgwedel Ufo-Alarm in Burgwedel: Frau ruft Polizei

Da sie die Landung eines Ufos gesehen haben wollte, hat eine Frau aus Engensen am Sonnabend die Polizei gerufen. Vor Ort entpuppte sich das mysteriöse Flugobjekt als LED-illuminierte Ballonpost, offenbar einer Hochzeitsgesellschaft. Die Polizeibeamten gaben den Ballons anschließend Starthilfe, damit sie ihre Reise fortsetzen konnten.

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 So ähnlich dürften die Luftballons ausgesehen haben, die in Engensen einen Ufo-Alarm ausgelöst hatten.

Quelle: Boris Roessler

Engensen. Ein Ufo-Alarm erreicht die Polizei Großburgwedel nicht alle Tage - am Sonnabend um 20.48 Uhr hatte der Wachhabende eine aufgeregte Anruferin aus Engensen in der Leitung: Auf freiem Felde nördlich der Straße Ackerdamm sei ein unbekanntes Flugobjekt gelandet, so der glaubhaft vorgetragene Hinweis.

Ein Streifenwagen fuhr los - und tatsächlich wurden die eingesetzten Beamten am angegebenen Ort fündig: Mehrere herzförmige Gasluftballons, gefüllt mit leuchtenden LEDs, an denen eine Hochzeitskarte hing, glommen auf dem Acker. Auf die Reise geschickt worden waren sie offensichtlich in Braunschweig.

Leuchtende Luftballons sind mittlerweile ein gefragter Partyhit. Am Mundstück zieht man ein Schildchen heraus, dann wird es aufgeblasen - und schon leuchtet der Ballon dank einer winzigen Batterie und einer LED. Fünf bis 15 Stunden beträgt die Leuchtdauer nach Herstellerangaben.

Die Engenser Himmelserscheinung könnte ein entsprechendes handelsübliches Hochzeits- oder Geburtstagsset mit 15 Latex-Ballons gewesen sein, wie man sie im Internet ab etwa 12 Euro bestellen kann. Genau sagen lässt sich das aber nicht, denn die netten Beamten haben die Ballons „wieder flugfähig gemacht“, wie der Polizeibericht vermerkt: „Sie konnten ihre Reise fortsetzen.“

Nicht überall dürfen die Ballons aufsteigen: Unabhängig von deren Anzahl ist es in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen laut Paragraf 15 der Luftverkehrsordnung verboten. Ist gar ein Massenaufstieg von Kinder- oder Partyballons oder von gebündelten Ballons in der weiteren Umgebung von Flugplätzen geplant, kann die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe bei der Deutschen Flugsicherheit (DFS) erforderlich sein. Den Antrag gibt es online auf der Homepage www.dfs.de.

Von Martin Lauber

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