Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Gewerbegebiet abgehängt - Anlieger kommen raus

Burgwedel Gewerbegebiet abgehängt - Anlieger kommen raus

Für 33 Stunden wird am zweiten Juli-Wochenende die einzige Zufahrt zu den Gewerbegebieten I und II hinter Ikea wegen Straßenarbeiten komplett gesperrt. Trotzdem wird kein einziger Anlieger in der Falle sitzen und werden Rettungsdienste jede Adresse erreichen können.

Voriger Artikel
Vater randaliert an Jugendhilfe-Station
Nächster Artikel
Nur der Storch darf noch bauen

Hier geht es zwischen dem 8. Juli, 22 Uhr, und Montag, 11. Juli, 6 Uhr, nur noch nach rechts und links, aber nicht geradeaus durchs Gewerbegebiet. Wer aus Isernhagen H.B. oder von der Kokenhorststraße kommt und in die Wedemark oder Richtung Fuhrberg will, muss erst einmal Richtung Innenstadt fahren. 

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. "Das ist die Nabelschnur für das Gewerbegebiet", sagt Alexej Wyshimok, diplomierter Straßenbauer im Bauamt der Stadt Burgwedel. 26 Firmen und zahlreiche bewohnte Häuser im Gewerbegebiet werden einzig und allein durch das circa 800 Meter  lange Straßenband der Berkhop-, Raiffeisen- und Schulze-Delitzsch-Straße erschlossen. Und dieser "Schlauch", so Wyshimok, wird zwischen dem 8. und 10. Juli zeitweise komplett dicht gemacht. Der komplette Verkehr aus Westen und Süden, der diese Verbindung normalerweise in Richtung Wedemark und Fuhrberg nutzt, rollt dann durch die Damm- und die Bissendorfer Straße.

Am Abend des 8. Juli, einem Freitag, richtet die hannoversche Firma Kemna die Baustelle ein. Ab 22 Uhr, wenn die Fräsmaschinen beginnen, die Straße von der alten Deckschicht zu befreien, werden nur noch Anlieger durchgelassen. Wenn auch "mit erheblichen Einschränkungen", könnten sie ihre Grundstücke erreichen, sagt Wyshimok. Doch zwischen Sonnabend, 22 Uhr, und Montag, 7 Uhr, ist die Lebensader des Gewerbegebietes dann auch für die Anlieger tabu. Denn innerhalb dieser 33 Stunden wird in Tag- und Nachtarbeit asphaltiert, und anschließend braucht der neue Belag Zeit zum Aushärten.

Überhaupt einen Termin für die eine Viertelmillion Euro teuren Instandsetzungsarbeiten zu finden, war nicht einfach. Bei der Planung stellte sich schnell heraus, dass bei so vielen im Gewerbegebiet ansässigen Firmen, die auf Lieferverkehr angewiesen sind, nur ein Wochenende während der Ferienzeit für Bauarbeiten mit Vollsperrung in Frage kommen würde.

Aber es blieb noch eine viel härtere Nuss zu knacken: ein Verkehrskonzept für jene 33 Stunden, das sicherstellt, dass alle Grundstücke zwischen Ikea und Bahnbrücke nicht von der Außenwelt abgeschnitten sind. Für Wyshimok wäre dieses Szenario ein No-Go gewesen - aber nicht minder für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, die im Falle eines Notfalls zu jeder Adresse gelangen müssen. Auch die Pflegedienste hätten auf mehrere Klienten in diesem Bereich hingewiesen, die versorgt werden müssen, berichtet der Straßenbau-Ingenieur.

Der alte Volksbank-Slogan "Wir machen den Weg frei" charakterisiert treffend die Aufgabe, der Wyshimok sich stellen musste. Er tat dies mit der ihm eigenen Akribie. Auf der Westseite der zu erneuernden Verkehrsachse gewann er diverse Unternehmen dafür, ihre Firmengelände für die fragliche Zeit zu öffnen. Sein Konzept für die Westseite von Berkhop-, Raiffeisen- und Schulze-Delitzsch-Straße funktioniert nur, weil  BioTech, Rossmann und Ikea für die fragliche Zeit Überfahrten über ihre Grundstücken zustimmten.

Auf der Ostseite kann die Kommune in eigener Regie schalten und walten. Für die heiße Zeit auf der Straßenbaustelle lässt die Stadt nun alle Sackgassen am Ostende aufmachen - so ergeben sich Ausfahrten zur Bissendorfer Straße. "Kein Anlieger wird gefangen sein", konstatiert Wyshimok und klingt dabei recht zuversichtlich. Vorsichtshalber will er aber während der kompletten Arbeiten nicht von der Baustelle weichen.

Info: Auf ihre Homepage hat die Stadt Burgwedel, www.burgwedel.de, eine hochauflösende Skizze des Umleitungskonzepts gestellt.

doc6qdzhko3ahj1hsopon51

Besonders im nördlichen Teil ist der Belag der Hauptachse der Gewerbegebiete I und II rissig und überall geflickt.

Quelle: Martin Lauber
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6slqn371eautd2w7l5i
Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers

Fotostrecke Burgwedel: Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers