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Für Dammstraße 11 wird Lösung gesucht

Großburgwedel Für Dammstraße 11 wird Lösung gesucht

Das Jahr endet ohne greifbare Lösung für eines der markantesten, aber auch bedrohtesten Häuser Großburgwedels. Holt die KSG zur Rettung des Baudenkmals Dammstraße 11 einen Partner an Bord?

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Die KSG sucht nach einer finanzierbaren Lösung für die Sanierung des Hauses Dammstraße 11. In der Zwischenzeit wird das Gebäude vor eventuellen Winterschäden gesichert.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. 2013 hatte das Garbsener Wohnungsunternehmen das 350 Jahre alte einsturzgefährdete Fachwerkgebäude gekauft - mit der Verpflichtung, es zu sanieren. Im Sommer 2014 sollte es losgehen, doch nach einer teuren 3-D-Vermessung vertagte der KSG-Aufsichtsrat den Baustart wegen „exorbitanter Kosten“.

Aber wie geht es jetzt weiter? Wann rücken Bauarbeiter an? Hat die KSG eine Option zum Rückzug aus dem Projekt? Zu einem Interview über die vielen drängenden Fragen der Großburgwedeler, deren Herz am zweitältesten Haus der Stadt hängt, ist Geschäftsführer Karl Heinz Range derzeit nicht bereit. Bisherige Gespräche zwischen ihm und Burgwedels Bürgermeister Axel Düker verliefen positiv, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Man stehe im engen Austausch, um „zu einer ehrwürdigen, tragfähigen Lösung, die dem Baudenkmal gerecht wird und die für alle Beteiligte annehmbar ist“, zu kommen. Voraussichtlich im Frühjahr würden „die finale, notwendige Klärung herbeigeführt und der Bauantrag gestellt“.

Doch die Vorgeschichte lehrt, solche Prognosen mit Vorsicht zu genießen. Keinen Deut sind sich KSG und Stadt in den vergangenen Monaten nähergekommen über die Bitte, Burgwedel möge sich mit - nach unseren Informationen - einer halben Million Euro an der aufwendigen Sanierung beteiligen. Undenkbar, dass ein solches Anliegen je an eine andere Kommune gerichtet worden wäre als ans schuldenfreie Burgwedel, glaubt Düker. In der Verantwortung stehe aber nun mal die KSG, der die Stadt mit der Ausweisung von Bauland hinter dem Denkmal schon entgegengekommen sei.

Im Gespräch mit Range habe er deutlich gemacht, dass die Dammstraße 11 für die Bürger einen hohen Stellenwert habe. Dass der Rat Steuergeld für eine Kofinanzierung ausgeben würde, bezweifelt er. Düker hat nach eigener Aussage der KSG vorgeschlagen, einen Partner an Bord zu holen - am besten einen auf Denkmalsanierung spezialisierten Investor. Auf dieser Basis könne man sicher eine Lösung finden, hofft er.

Von Martin Lauber

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