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Spielgemeinschaft ist unter Dach und Fach

Burgwedel Spielgemeinschaft ist unter Dach und Fach

HSGB steht für „Handballspielgemeinschaft Burgwedel“. Mit dieser wollen die Turnerschaft Großburgwedel (TSG) und der neue Verein Handball Hannover-Burgwedel (HHB) gemeinsam in die Spielzeit 2016/17 starten. Ab 2017 sollen die Drittliga-Handballer dann unter dem HHB-Label firmieren.

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Nils Budde (Dritter von links) und Markus Mücke (rechts) führen gemeinsam die Geschäfte der neuen Spielgemeinschaft. TSG-Chef Uli Appel (links) und sein Stellvertreter Ulli Friedrich begrüßen die gefundene Lösung.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Nach schwierigen Vertragsverhandlungen ist es geschafft: Rechtzeitig zum 30. April haben die Partner die Spielgemeinschaft angemeldet, die auch schon vom Niedersächsischen Handballverband (NHV) anerkannt worden ist.

Nach dessen Statuten ist diese Zwischenlösung unabdingbar für die beabsichtige Verselbstständigung der Bundesligaspieler, soll die Lizenz für die 3. Liga nicht verloren gehen. Es ist also eine Spielgemeinschaft (SG) auf Zeit, die nach den NHV-Statuten alle 14 Handballmannschaften beinhalten muss. So müssen jetzt mehr als 100 Spielerpässe um- und 2017 zurückgeschrieben werden. Markus Mücke, zweiter Mann im neuen HHB hinter Handball-Chef Karsten Hoppenstedt, spricht von einem "unvorstellbaren Aufwand". Neue Trikots werde man für Jugendmannschaften aber für das eine Jahr nicht anschaffen.

In der Spielgemeinschaft bildet Mücke gemeinsam mit dem hauptamtlichen TSG-Geschäftsführer Nils Budde sowie Karsten Höhns den geschäftsführenden Vorstand. Höhns gehört auch zu den Handball-Sponsoren, die laut Mücke in ihrer Gesamtheit auch dem neuen Verein die Treue halten werden.

Am Mittwochnachmittag stellten sich beide Partner der Spielgemeinschaft der Presse. TSG-Vorsitzender Uli Appel machte dabei einmal mehr deutlich, dass die Turnerschaft mit ihren 2800 Mitgliedern den "absoluten Schwerpunkt" auf den Breitensport lege und wegen fehlender Liquidität nicht mehr in der Lage sei, finanzielle Risiken für den Drittliga-Handball zu tragen. Die Initiative von Handball-Urgestein Karsten Hoppenstedt, das Aushängeschild des Burgwedeler Handballsports auf eigene Füße zu stellen, sei deshalb aus TSG-Sicht löblich.

Schon in der Interimszeit wird der HHB finanziell haftbar sein für die Drittliga-Mannschaft, die laut Mücke ein Jahresbudget im "unteren sechsstelligen Bereich" benötigt. Sogar die Extra-Reinigungskosten, um die Sporthalle im Schulzentrum von den leidigen Handharz-Rückständen zu befreien, wird zu Lasten des Partners HHB gehen.

In der Pressekonferenz skizzierte, da der Gründungsvorsitzende Karsten Hoppenstedt einen Termin in Berlin wahrzunehmen hatte, Markus Mücke die Perspektiven des HHB. Burgwedel werde weiter Spiel- und Trainingsort bleiben, sagte er. Man wolle langfristig in der 3. Liga Nord guten Handball zeigen – mit besonderem Augenmerk darauf, den jungen Talenten vor Ort eine interessante sportliche Perpektive zu bieten.

Bei den Gesprächen im Vorfeld der HHB-Gründung hätten diverse Sponsoren mit am Tisch gesessen, denen es wichtig war, dass Hannover im Vereinsnamen vorkommt. Davon verspreche man sich Vorteile sowohl beim Sponsoring wie auch bei den Zuschauerzahlen, die deutlich steigerungsfähig seien, so Mücke.

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