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Geschenke lassen Kinderaugen leuchten

Großburgwedel Geschenke lassen Kinderaugen leuchten

Wer in glückliche Kinderaugen schauen wollte, der war am Sonntag in der Grundschulturnhalle richtig: Dort konnten sich die in Burgwedel untergebrachten Flüchtlingskinder Geschenke abholen, die Burgwedeler für sie gepackt hatten.

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Markus Flentje (DRK, links), Nicola Füllgraf (Helferkreis, hinten) und Bürgermeister Axel Düker nehmen Ramez (von links), Hadil, Nahla und Enji Warrak in die Mitte.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel. Vielen der Kinder wollte die Freude gar nicht mehr aus dem Gesicht weichen, wenn sie teilweise die Gaben noch gleich vor Ort auspackten.

Organisiert hatten die Aktion der DRK-Ortsverein gemeinsam mit dem Helferkreis für die Flüchtlinge und der Stadt Burgwedel. Es habe ja nicht angehen können, dass man als Rotes Kreuz Burgwedel wie jedes Jahr wieder rund 1000 von Burgwedelern gespendete Pakete nach Bulgarien fahre und die Flüchtlingskinder in der eigenen Stadt leer ausgingen, beschrieb Markus Flentje vom DRK den Gedanken hinter der Verteilaktion. Und so erhielten gestern, während die Bulgarien-Pakete per Container auf dem Weg sind, auch die Kinder in Burgwedel Geschenke. Die Spender hatten sie liebevoll in buntes Papier gepackt und beschriftet, damit klar war, für welches Alter und welches Geschlecht der Inhalt gedacht war.

Selbst ein Geschenk mitgebracht hatten Ramez und Hadil Warrak, die mit ihren Töchtern Enji (9) und Nahla (11) zur Grundschule gekommen waren: Mit einem selbst gebackenen Schokoladenkuchen sagte die Familie, die vor knapp drei Jahren aus dem Bürgerkriegsland Syrien nach Burgwedel geflohen war, ihrerseits Danke: „Viele Deutsche helfen uns so sehr. Wir sind hier perfekt aufgenommen worden“, lobte Familienvater Ramez Warrak. Das, was täglich in seiner Heimat passiere, sei eine Katastrophe. „Vielen Dank: Deutschland macht vieles richtig!“

Die eigentlich geplante größere „Winterfeier“ in der Turnhalle hatte zwar mit Blick auf einige Krankheitsfälle abgesagt werden müssen. „Wir wollten nicht, dass sich die Leute gegenseitig anhusten“, so Flentje. Für den wichtigsten Gedanken, den Flüchtlingskindern mit Geschenken eine Freude zu machen, reichte aber auch die kleinere Variante im Vorraum der Halle aus. „Die Augen leuchten - und das ist doch das Wichtigste“, freute sich Flentje.

von Frank Walter

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