Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Gitter bremsen Radfahrer aus

Großburgwedel Gitter bremsen Radfahrer aus

Weil sogenannte Drängelgitter für Radfahrer mit Taschen und Anhängern schwer oder gar nicht passierbar sind setzt sich jetzt der Großburgwedeler ADFC dafür ein diese Sperren umzubauen

Voriger Artikel
Kräfte sammeln für die nächste Quote
Nächster Artikel
Amtsgericht Burgwedel bleibt für Geffers tabu

Wegen der Enge schiebt Manfred Obermann sein Fahrrad unter der Absperrung durch und auch er selbst klettert unten durch.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Großburgwedel. Wofür sind die Umlaufsperren für Radler überhaupt da? Diese rot-weißen Bügel werden von der Stadt auf Radwegen aufgestellt, um Radfahrer zum Absteigen zu zwingen. "Vor Kreuzungen, unübersichtlichen Ecken und bei Gefälle soll so die Verkehrssicherheit erhöht werden", erklärt Harald Rietz, bei der Stadtverwaltung zuständig für Radwege. Als Positivbeispiel nennt er die Barriere an der Ecke Bahnhofstraße/Eichenweg, wo Radfahrer problemlos durchfahren könnten.

"Aber in der Praxis ist das Schieben des Fahrrads schwieriger, als wenn man durch die Absperrung fährt", hält Burgwedels ADFC-Chef Steffen Timmann dagegen. Viele täten dies, hat er beobachtet, und nähmen dabei einen Sturz und Schäden an an ihrem Rad in Kauf. "Es ist nicht notwendig die Radfahrer zum Absteigen zu zwingen", findet der ADFC-Chef. "An gefährlichen Stellen verhalten sie sich sowieso vorsichtig." Deshalb fordert der Radfahrerclub, die Schikanen nicht ganz so eng zu postieren. Der ADFC setzt sich etwa dafür ein, die Gitter an den Seniorenwohnungen an der Straße Roggenschlag durch Pfosten zu ersetzen.

Wie schwierig es ist, dort mit dem Drahtesel und einem Anhänger durchzukommen, demonstrierte Manfred Obermann, auch ADFC-Mitglied, anschaulich: Beim ersten Anlauf ist es zwischen den rot-weißen Stangen viel zu eng. Weil er mit seinem Rad nicht um die Ecke kommt, muss er sogar den Anhänger abkoppeln. Beim zweiten Versuch kippt Obermann zunächst sein Fahrrad. Dann hangelt er sich akrobatisch unter dem Bügel durch. Auch Timmann hat Schwierigkeiten. An seinem Gepäckträger sind zwei prall gefüllte Taschen befestigt. Er trägt sein Rad – Anheben, Aufsetzen, Anheben, Aufsetzen – durch die Absperrung. Laut ADFC ist dort die Passage auch mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollatoren nicht möglich. Deshalb plädiert Timmann für einfache Poller, Warnschilder, Haltelinien und optische Verengungen – auch wenn eine Anwohnerin sagt: "Die Gitter müssen bleiben, weil hier sonst gerast wird." Einen Umbau schlägt der Club auch an der Straße Am Flöth, am Durchgang zwischen Langer Kamp und Kahlsweg in Fuhrberg sowie am Trülldamm in der Nähe vom Schweitzerhaus vor.

doc6qqx86rtli9jyq20i4u

Fotostrecke Burgwedel: Gitter bremsen Radfahrer aus

Zur Bildergalerie

Von Katerina jarolim-vormeier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
doc6slqn371eautd2w7l5i
Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers

Fotostrecke Burgwedel: Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers