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Chemie-Altlast in Mitteldorf wird beseitigt

Großburgwedel Chemie-Altlast in Mitteldorf wird beseitigt

Seit sieben Jahren ist bekannt, dass im Boden einer früheren chemischen Reinigung hochgiftige Altlasten lagern. Nun soll der Untergrund saniert werden - die Region Hannover sieht aber keine akute Gefahr.

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Auf dem Gelände der früheren chemischen Reinigung, in dem der Kinderschutzbund heute seinen Kleiderladen hat, haben die Sanierungsarbeiten begonnen. 

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Konzen-triertes Perchlorethylen im Untergrund: Vor sieben Jahren entdeckt und inzwischen aufwendig erkundet, wird diese hochgiftige Hinterlassenschaft einer im Jahr 2000 geschlossenen chemischen Reinigung im Großburgwedeler Mitteldorf nun endlich beseitigt.

Nachdem die Grundstückserbin verkauft hat, hält sich auch der neue Besitzer an die mit der Region Hannover getroffene Sanierungsvereinbarung. In seinem Auftrag wendet die Firma Fugro Onshore Geotechnics ein Verfahren an, bei dem Mikroorganismen die Chlorkohlenwasserstoffe (CKW) abbauen sollen, die im von der Reinigung verwendeten Lösungsmittel steckten. Trotz teilweise 2900-facher Überschreitung der CKW-Grenzwerte soll von der Altlast keine akute Gefahr ausgehen. Als Dauerzustand ist diese für die Region aus Gründen des Grundwasserschutzes jedoch nicht akzeptabel. Weil die zuständigen Behörden den Nachweis des Sanierungserfolgs verlangen, werden derzeit Brunnen für Grundwassermessstellen gebohrt. In zwei Jahren werde man wissen, ob die Schadstofffahne sich weiter ausbreite, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

Mit Verweis auf ihren privaten Auftraggeber, der nicht zu erreichen war, geben Fugro und die Firma Sensatec, die die Sanierung steuert, keine Presseauskünfte. Dem Vernehmen nach sind Fugro-Mitarbeiter unvermutet auf einen Erdtank gestoßen, der von einer vor etwa 55 Jahren aufgegebenen Tankstelle stammt. Abelmann zufolge stellt er keine Gefahr für das Grundwasser dar: Die Region gehe davon aus, dass er gereinigt und verfüllt worden ist.

Von Martin Lauber

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