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Jugendliche klettern zum Feiern aufs Schuldach

Großburgwedel Jugendliche klettern zum Feiern aufs Schuldach

Samt Bierkasten sind fünf Jugendliche am Montagabend auf ein Flachdach des Gymnasiums Großburgwedel geklettert. Ein Hinweisgeber meldete die illegale Rooftop-Party bei der Polizei, die die Jugendlichen vom Dach holte. Gegen die 15- und 16-Jährigen wurde ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.

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Von diesem Dach müssen sich die fünf jungen Leute von der Feuerwehr wieder hinunter helfen lassen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Die Flachdächer rund um den Schulcampus auf der Ramhorst üben in jüngster Zeit eine gewisse Anziehungskraft aus. Zweimal innerhalb der vergangenen zwei Wochen waren Unbekannte durch ein Oberlicht in die Oberschule, die dem Gymnasium gegenüberliegt, eingestiegen, um zu stehlen und zu randalieren.

Solche Absichten verfolgte die Clique, die am späten Montagabend über eine hochgestellte Bank das Dach des Foyers vor der Gymnasiumsaula erkraxelte, aber nicht. Die fünf 15- und 16-Jährigen, darunter ein Mädchen, suchten eher ein ausgefallenes Plätzchen zum Feiern und Trinken.

Um 21.50 Uhr war es allerdings noch hell - kein Wunder, dass sie beobachtet wurden. Ein Hinweisgeber meldete die illegale Rooftop-Party beim Polizeikommissariat Großburgwedel.

Ein beherzter Beamter kletterte den Jugendlichen hinterher und entschied sehr fürsorglich, dass ein Abstieg auf demselben Weg wie der Aufstieg nicht gefahrlos möglich sei. So bekam Großburgwedels Ortsfeuerwehr über die Einsatzleitstelle eine Alarmierung und war Minuten später vor Ort auf der Ramhorst.

„Die saßen vollkommen friedlich und entspannt auf dem Dach“, berichtete am Dienstag Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger. Mit einer dreiteiligen Steckleiter sei das Quintett vom Dach geholt worden. Und zwar zu einem Zeitpunkt, als die Party noch nicht besonders weit fortgeschritten war: Ein Alkoholtest ergab nach Aussage eines Polizeisprechers, dass nur zwei der Jugendlichen leicht alkoholisiert waren. Gegen alle fünf sei ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet worden.

Dem Vernehmen nach wird nach dem Verursacherprinzip auch noch eine Rechnung von der Stadt Burgwedel für einen kostenpflichtigen Einsatz der Feuerwehr zu der Anzeige hinzukommen. Elf Mann-Stunden zu je 19,43 Euro plus drei Fahrzeuge für insgesamt 158 Euro schlagen unter dem Strich mit 371,73 Euro zu Buche. Selbst durch fünf geteilt, liefe das für jeden auf einen 75 Euro teuren Denkzettel hinaus.

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