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Kirschmatsch auf dem Gehweg ärgert Anwohner

Burgwedel Kirschmatsch auf dem Gehweg ärgert Anwohner

artmut Gräf ist sauer: Drei Wildkirsch-Bäume sorgen direkt vor seiner Haustür seit Jahren für viel Dreck. Die Obstbäume stehen auf dem städtischen Spielplatz an der Feldstraße und ragen von dort auf den privaten Fußweg. Kürzlich hatte die Stadt die Äste heruntergeschnitten – nach Gräfs Ansicht reicht das aber nicht aus.

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Anwohner Hartmut Gräf fegt die Wildkirschen zusammen, damit er sich den Dreck nicht mit ins Haus holt.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Großburgwedel. „Ich kann doch nicht Tag und Nacht hier fegen“, sagt der Anwohner verärgert. Mehr und mehr der kleinen roten Früchte fallen auf den Fußweg. Schon bald erwarten die Anwohner wieder einen roten Teppich auf den Gehwegplatten. Dann wird es unangenehm: Mit jedem Schritt werden die Kirschen zerdrückt und hinterlassen unter der Sohle rotes Fruchtfleisch und Saft. Diesen Dreck schleppen sich die Anwohner unter ihren Schuhen ins Haus. „Etliche Nachbarn haben damit schon ihren Teppich- oder Parkettboden schmutzig gemacht“, berichtet Gräf. Deshalb fordert er den Rückschnitt der Kirschbäume.

Seine Nachbarin Nadine Mundt berichtet, dass auch die Ballerinas ihrer Tochter im vergangenen Jahr eingesaut gewesen seien. „Das wird in diesem Jahr wohl nicht besser werden“, sagt sie mit Blick auf den Fußweg. Noch gehe es, aber wenn erst die meisten Kirschen reif würden, fielen sie, was das Zeug hält.

Gräf ärgert sich aber auch grundsätzlich darüber, dass auf einem städtischen Spielplatz Obstbäume stehen und deren heruntergefallene Früchte Wespen anziehen. Es sei auch schon ein Kind gestochen worden, erinnert sich der Anwohner. Die Stadt Burgwedel hatte zwischenzeitlich auf die Kritik reagiert, Umweltkoordinator Malte Schubert hat sich wegen des Baumschnitts mit Gräf vor Ort getroffen. „Etwa über drei Meter hoch sind die Äste abgesägt worden“, sagt der Anwohner. Gleichwohl seien die Baumkronen, die in den vergangenen Jahren sehr üppig geworden seien, noch vorhanden – „und da wachsen nach wie vor Kirschen“.

Der Umweltkoordinator versteht den Unmut nicht. Er vergleicht die Situation mit anderen Naturereignissen – der Lack von unter Eichen geparkten Autos klebe anschließend, von Kastanienbäumen könnten Früchte herunterfallen und Dellen hinterlassen. „Um dem vorzubeugen, müsste ich nur noch Plastikbäume pflanzen“, sagt Schubert trocken. Er räumt allerdings ein, dass die Verwaltung heute die Art Bäume nicht mehr auf einem Spielplatz pflanzen würde. Gleichwohl sei es aber unsinnig, nach 20 Jahren die Wildkirsch-Bäume wegzunehmen. „Wir tun unser Bestes“, erklärt Schubert. Aber irgendwann sei der Punkt erreicht, an dem die Verwaltung sparsam mit dem Geld umgehen müsse, argumentiert er.

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Fotostrecke Burgwedel: Kirschmatsch auf dem Gehweg ärgert Anwohner

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Von Katerina jarolim-vormeier

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