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Landeplatz an Klinik ist abgemeldet

Großburgwedel Landeplatz an Klinik ist abgemeldet

Der Hubschrauberlandeplatz neben dem Krankenhaus Großburgwedel darf - wie an vielen weiteren Klinikstandorten in der Region Hannover auch - nur noch bei Notfällen angeflogen werden.

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Auf diesem Platz darf der Rettungshubschrauber nur noch bei Notfällen landen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. „Einen Versuch der Region unter SPD-Führung, unser Großburgwedeler Krankenhaus zu demontieren“: Das wittert Marc Sinner, Mitglied des Engenser CDU-Vorstands, hinter der Außerbetriebnahme des Landeplatzes, über die die Öffentlichkeit nicht informiert worden sei.

Tatsächlich hat das Klinikum Region Hannover (KRH) bisher nicht publiziert, dass es den kleinen Heliport bereits Anfang 2014 beim Bundesluftfahrtministerium abgemeldet hat. Verantwortlich dafür sei eine im Oktober 2014 in Kraft getretene EU-Richtlinie über die Hindernisfreiheit in Einflugschneisen, erklärte KRH-Sprecher Bernhard Koch. Die Anforderungen erfülle der Landeplatz in Großburgwedel nicht. Das KRH habe überprüft, was zu tun wäre, um ihn EU-kompatibel zu machen.

Unter anderem müssten Bodenscheinwerfer nachgerüstet und diverse Bäume im Umfeld gekappt werden. Zudem sei die Rettungswache in der An- und Abflugbahn ein Problem. Die Kosten seien mit rund 120.000 Euro ermittelt, konkrete Maßnahmen bei durchschnittlich zwölf Landungen pro Jahr aber nicht erwogen worden, sagte Koch - zumal weiterhin in medizinischen Notfällen gelandet werden dürfe.

In der Praxis habe die Abmeldung nur geringe Auswirkungen, sagte dieser Zeitung ein unabhängiger Insider: Die meisten Notfälle würden von der Einsatzstelle direkt in die MHH oder andere Spezialkliniken geflogen. Indes hatte die niedersächsische Krankenhausgesellschaft vor Inkrafttreten der EU-Richtlinie gewarnt, dass es bei Verlegungen in andere Kliniken für Schwerkranke beschwerlicher werde, wenn sie statt mit dem Hubschrauber per Rettungswagen transportiert würden.

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