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Stadt bekommt ein Sozialkaufhaus

Großburgwedel Stadt bekommt ein Sozialkaufhaus

Die Umbauarbeiten laufen schon auf Hochtouren: Anfang Dezember eröffnet in Großburgwedel ein soziales Kaufhaus - eine Filiale des in Celle beheimateten Fairkauf Centers.

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Der ehemalige Supermarkt im Mitteldorf wird derzeit entkernt.

Quelle: Hartung

Burgwedel. In rund zwei Monaten sollen sich die Türen des Hauses Im Mitteldorf 19 öffnen. „Wir planen, dass es in der ersten Dezemberwoche losgeht“, sagt Hans-Günter Schmülling vom Fairkauf Center in Celle. Dort hat das soziale Kaufhaus unter Trägerschaft des DRK-Kreisverbands Celle, des Celler Zweckverbands Abfallwirtschaft und der Südheide Wohnungsbaugesellschaft bereits einige Erfahrungen gesammelt. Mit dem Fairkauf-Angebot in Hannover haben die Celler hingegen nichts zu tun.

Die Gründe für die Pläne in Großburgwedel liegen auf der Hand: In Burgwedel gebe es Nachfrage nach sozialen Angeboten, außerdem will sich das Center von Celle aus in Richtung Hannover ausdehnen, erklärt Schmülling. Das Prinzip des Kaufhauses ist einfach: Bürger können dort Möbel und Geschirr abgeben, das sie nicht mehr benötigen. Jedermann kann es dann günstig erwerben. Spender wie Käufer ermöglichen dem Center, als Integrationsunternehmen arbeiten zu können: Laut Selbstdarstellung sind mehr als die Hälfte der Mitarbeiter schwerbehinderte Menschen, die keine Chance auf einen Arbeits- und Ausbildungsplatz hatten.

„Die Eröffnung ist eine sehr gute Nachricht“, sagt Otto Krull. Der Sozialarbeiter der Stadt Burgwedel sieht genau wie Schmülling den Bedarf dafür. „Viele Flüchtlinge bedienen sich auf Flohmärkten. In einem Sozialkaufhaus gibt es ebenfalls gebrauchte Güter - das geht also durchaus in die gleiche Richtung.“

Im Gebäude im Mitteldorf, direkt neben der Trattoria Pasta e Vino gelegen, befand sich zuletzt ein Plus-Supermarkt, allerdings schon vor langer Zeit. „Mehr als fünf Jahre stand die Immobilie leer“, berichtet Udo Tetzner von A.B.I. Services aus Hannover, das die Immobilie verwaltet. Derzeit lässt die Firma das Haus entkernen. „Spätestens Anfang Oktober sind wir damit fertig. Dann übergeben wir dem Fairkauf Center die etwa 200 Quadratmeter große Verkaufsfläche plus Lagerraum. Sie können sich dann nach eigenen Wünschen einrichten und weiter umbauen“, sagt Tetzner.

Keine Konkurrenz zu edelMut

Mit der Eröffnung des Fairkauf Centers wird das Mitteldorf zum sozialen Zentrum Burgwedels. Dort befinden sich bereits die Kleiderkammer Kleiderei und der Laden des Kinderschutzbundes. Soziale Zwecke verfolgt auch das Geschäft edelMut an der Von-Alten-Straße. Dort sieht man das Center nicht als Konkurrenz. Ganz im Gegenteil: „Anders als wir konzentrieren sie sich auf Möbel, aber auch auf Geschirr“, sagt Projektleiterin Heidrun Zeilbeck. Der Geschäftsführer von Fairkauf habe sich bei ihr vorgestellt, berichtet Zeilbeck. Und eine Kooperation sei denkbar. Auch von der Philosophie her sind beide Einrichtungen keine Kontrahenten. Fairkauf bezeichnet sich selbst als Integrationsunternehmen für behinderte oder benachteiligte Menschen. Bei edelMut verkaufen Ehrenamtliche hochwertige Kleidung, um Geld für soziale Aufgaben zu generieren.

Von Stephan Hartung

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