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Platanen sollen auf dem ZOB Schatten spenden

Burgwedel Platanen sollen auf dem ZOB Schatten spenden

Jetzt erst wird der neue Zentrale Busbahnhof (ZOB) am Großburgwedeler Schulzentrum wirklich komplett. Gestern wurden auf den Bussteigen große Platanen eingepflanzt – und auch auf dem angrenzenden Parkplatz vor dem TSG aktivCenter wird es deutlich grüner.

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Fünf bis sieben Meter hoch und mehr als 30 Zentimeter Stammumfang: Allein auf dem ZOB lässt die Stadt sieben große Platanen setzen.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Satte 1,15 Millionen Euro hatte die Stadt Burgwedel 2015 in die Sicherheit, aber auch in den Komfort der circa 900 Fahrschüler investiert, die täglich die Ramhorst mit dem Bus ansteuern. 810 000 Euro davon hatte die Landesnahverkehrsgesellschaft beigesteuert. 6500 Quadratmeter maroden Asphalts, Beton- und Pflasterflächen wurden durch Hochsteige mit taktilen Leitsystemen für Sehbehinderte ersetzt.

Das Ganze wurde möbliert mit modernen Wartehäuschen mit stilvollen Edelstahlbänken und stylischen Hightec-Lampen, deren Licht elektronische Funkmodule stromsparend mit nächtlichen Passanten mitwandern lässt.

Klar, dass die Stadt beim grünen Schlussakkord jetzt keine halben Sachen machen will. Stolze fünf bis sieben Meter hoch sind die Platanen, die ein Burgdorfer Landschaftsbauer am Mittwoch in extragroße Substratbetten einpflanzte, damit nicht eines Tages die Wurzeln das Pflaster hochdrücken. Für diese Arbeiten kamen nur die Ferien ohne Schülerverkehr infrage.

Auf das schattenspendende Blätterdach über den Bussteigen freut sich Umweltkoordinator Malte Schubert schon jetzt: "Das wird ein schönes Bild werden." Die Bäume kämen gut mit Hitze zurecht, seien mit ihren geraden Kronen leicht zu schneiden und kämen auch dem Blitzschutz entgegen.

Doch das südliche Stadtentree wird noch wesentlich grüner werden. Zwischen ZOB und Lehrerparkplatz lässt Schubert in den kommenden Wochen eine Erlenreihe pflanzen, und die Fußgängerachse zum Gymnasium wird mit Rotahorn flankiert. Zudem wird der Busbahnhof insgesamt von der Nord- und Westseite - zur Hannoverschen Straße und zur bebauten Seite hin - mit einer Hainbuchenhecke eingefasst. Damit nicht genug: Auch auf dem Parkplatz vor der Turnerschaft werden künftig vier große Platanen Schatten spenden. Sie ersetzen laut Schubert „krepelige“ Ahornbäume. Zusätzlich platziert die Stadt Linden links und rechts des aktivCenter-Eingangs.

Ein bisschen Campus darf es sein

Campus: Der Begriff geistert schon seit 2012 durch die Debatte und meint, was der damalige Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt vom Landschaftsarchitekturbüro grün+raum statt des seit 40 Jahren fast unveränderten Pausenhofs zwischen Gymnasium und Oberschule hatte entwerfen lassen. Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Bewegungsangebote für jüngere Schüler, mehr Verbindendes zwischen den Schulen waren die wichtigsten Stichworte.

Vier Jahre später ist der Bereich immer noch gekennzeichnet von Bodenplatten, die sich werfen und Unfälle verursachen, von auseinander gedrückten Einfassungen der Hochbeete und von riesigen versiegelten Flächen. Doch, noch bevor die IGS im August an den Start geht, ändert sich etwas.

Ohne dass gleich der geschätzt 600.000 Euro teure Campus schon realisiert würde, sind die geplanten Veränderungen doch kompatibel mit der Planung. Die krummen Winkelsteine der alten Hochbeete wie auch die rumpeligen Bodenplatten rundherum sollen laut Umweltkoordinator Malte Schubert verschwinden. Das Gelände um die Bäume herum werde modelliert und begrünt. Zudem sei geplant, die Schüler mit Sandsteinquadern als Sitzgelegenheiten zu beglücken.

Noch auffälliger aber wird die Veränderung zwischen "Campus" und dem Parkplatz vor der TSG ausfallen. Auf ganzer Breite und in einer Tiefe von sechs bis sieben Metern wird entsiegelt. Zur Parkplatzseite hin wird stattdessen eine Hecke mit mittigem Durchlass angepflanzt, dahinter Richtung Schulzentrum Rasen eingesät.

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Die Platanen für den Parkplatz vor dem TSG aktivCenter liegen schon bereit.

Quelle: Martin Lauber
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