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Große Kanalsanierung beginnt in Fuhrberg

Fuhrberg Große Kanalsanierung beginnt in Fuhrberg

Die Region macht aus Gründen des Trinkwasserschutzes schon länger Druck - Fuhrbergs ganze weitere Dorfentwicklung ist abhängig von der Sanierung seines maroden Kanalnetzes. Jetzt hat die Stadt Burgwedel den Auftrag dafür erteilt.

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Statt zu buddeln werden beim Schlauchlining-Verfahren Nadelfilzschläuche unter Druck in die defekten Kanalrohre eingefädelt.

Quelle: Aarsleff

Burgwedel. Die Lecks sind Legion: Dass in das Fuhrberger Abwassernetz erkleckliche Mengen Wasser eindringen, macht sich an Regentagen wie gestern durch einen erhöhten Zulauf in der Kläranlage deutlich bemerkbar. Weil die Technik der Anlage nicht mehr die gesetzlich geforderte Reinigungsleistung bringt, soll das Dorf als stadtweit letztes (außer Oldhorst) in den nächsten Jahren über eine Transportleitung an die zentrale Kläranlage in Großburgwedel angeschlossen werden.

Dafür - aber auch damit es wieder grünes Licht gibt für neues Bau- und Gewerbeland im Dorf - ist die Sanierung des Kanalnetzes die Voraussetzung. Deshalb steht Fuhrberg auf der Prioritätenliste auch ganz oben (vor Wettmar, wo es 2016 weitergeht). Reparaturbedarf gibt es in allen Ortschaften. Geplant ist, den Verfall stadtweit zu stoppen.

Startschuss für das Millionen-Langzeitprojekt

Mit der Vergabe des Sanierungsauftrags für Fuhrberg für 370.000 Euro an die Northeimer Niederlassung der Firma Aarsleff ist jetzt der Startschuss zu dem Millionen-Langzeitprojekt gefallen. Wahrscheinlich noch in diesem August werden die Arbeiten beginnen. Schäden seien verteilt über das ganze Dorfgebiet ermittelt worden, erklärt Bauamtschef Oliver Götze.

Das bedeutet aber nicht, dass auch überall aufgebuddelt wird. Die Firma Aarsleff setzt auf grabenlose Kanalsanierung im sogenannten Schlauchlining-Verfahren: Ein harzgetränkter Nadelfilzschlauch wird unter Druck von innen an das defekte Rohr angeschmiegt. Nach der Aushärtung soll dessen Lebensdauer dann wieder 50 bis 70 Jahre betragen.

Ebenfalls noch für dieses Jahr vorgesehen, aber noch nicht ausgeschrieben, ist ein zweiter Bauabschnitt, bei dem dann aber doch noch gegraben wird - und zwar in der Ortsmitte auf der Südseite der Celler Straße. Betroffen ist der Bereich zwischen der Einmündung der L 383 nach Großburgwedel und dem Gasthof Klütz. Der defekte Abwassersammler liegt unter dem Bürgersteig, der Durchgangsverkehr werde durch die Arbeiten wahrscheinlich nicht allzu stark beeinträchtigt, erwartet Götze. Weil der Kanal in diesem Bereich „unter Vollbetrieb“ ersetzt wird, werden Rohrbrücken unverzichtbar. „Das Abwasser wird dann übergepumpt“, so der Amtsleiter.

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