Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Großes Interesse am Länderabend

Großburgwedel Großes Interesse am Länderabend

Russland als Thema des zweiten Länderabends der Initiative Interkulturelles Miteinander (IKM) hat rund 70 Zuhörer angelockt - Spiegelbild der rasanten Entwicklung, die der Treffpunkt seit dem Start vor zwei Monaten genommen hat.

Voriger Artikel
Zwei Chöre singen vor großer Kulisse
Nächster Artikel
Wasserverband erhöht Preis

Beim Länderabend erzählen Anna und Johannes Hammerschmidt von ihrer alten Heimat.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel. Die Stühle reichten bei Weitem nicht aus, um allen Interessierten am Sonntagabend Platz zu bieten. Ältere wie Kinder, Ur-Burgwedeler ebenso wie Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran, der Türkei und dem Sudan standen und saßen dicht an dicht. Sie alle hörten gebannt zu, wie Menschen mit Wurzeln in Russland und Kasachstan von ihrer alten Heimat, ihren Sehnsüchten und dem Alltag in Burgwedel berichteten.

So wie Anna und Johannes Hammerschmidt, die mit Liedern und Erzählungen den Bogen aus Sibirien in ihre neue Heimat Burgwedel schlugen. Wie Andrej Mayer, der von der Armut in Kasachstan berichtete und vom vielen Schnee, der sich manchmal über Nacht meterhoch türme. „In Russland galt ich als Deutsche, hier bin ich Russin“, fügte seine Mutter Irina hinzu. Oder wie Marlis Förster, die mit ihrem Tischtheater die Geschichte vom Bären Wanda und der Babuschka erzählte.

Man wolle das Verständnis füreinander fördern, Menschen aufeinander zugehen lassen und zugleich den Neu-Burgwedelern Mut machen, ihnen sagen „Ihr schafft das auch“: So beschrieb IKM-Initiatorin Regina Gresbrand das Konzept des Länderabends, der diesmal die rund 200 Burgwedeler russlanddeutscher Herkunft in den Mittelpunkt stellte. Doch auch abseits der Themenabende habe sich der IKM-Treff längst als Bereicherung entpuppt. So wie dienstags beim Musik- und Spieleabend, wenn so viele nette, aufgeschlossene Menschen zusammenkämen. Auch ein Verdienst der zentralen Lage: „Wenn abends Licht an ist, kommt immer jemand herein“, sagt Gresbrand erfreut.

Von Frank Walter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten