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Grünen-Chefin besucht Fuhrberger Bio-Hof

Fuhrberg Grünen-Chefin besucht Fuhrberger Bio-Hof

In einer grünen Hybrid-Limousine mit ihrem grünem Dienstfahrrad auf dem Dachgepäckträger fuhr sie vor: In der dritten Woche ihrer Sommertour hat die Bundesvorsitzende der Grünen, Simone Peter, am Donnerstagnachmittag Station in Fuhrberg gemacht.

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Andreas Schröder (links) erklärt Simone Peter alles Wissenswerte über die „Laura“-Ernte. Felix Schünemann (von links), Eike Lengemann und Heinz Visel lauschen.

Quelle: Martin Lauber

Fuhrberg.  Seit 2013 stehen die Ställe leer. Trotzdem scheint der Biohof Wöhler der Ort zu sein, der weit und breit den grünsten Stallgeruch verströmt. Außer dem grünen Landwirtschaftsminister Christian Meyer waren unter anderem die Bundestags- und Landtagskandidaten Eike Lengemann und Felix Schünemann als Spargelstecher da. Eine echte Bundesvorsitzende aber kommt nicht jeden Tag nach Fuhrberg.

Simone Peter, frühere Agrarministerin des Saarlandes, nahm sich gestern auf ihrer „Zukunft-wird-aus-Mut-gemacht-Tour“ zwei Stunden Zeit, um mit Biobauer Andreas Schröder über die Agrarwende zu sprechen. Schröder hat in Witzenhausen ökologische Landwirtschaft studiert, Peter nur beinahe – ihr Aufbaustudium an der Hochschule trat die promovierte Mikrobiologin dann doch nicht an.

Historische Dimensionen hat die Agrarwende auf dem Fuhrberger Hof insofern, als dieser seit 13 Generationen von ein und derselben Familie bewirtschaftet wird. Als Eingeheirateter sprengte Schröder nicht nur die Namenslinie. Auch mit dem konventionellen Anbau hat er 2006 Schluss gemacht, vor vier Jahren dann mit der Schweinemast. 35 bis 40 Hektar Bio-Speisekartoffeln und fünf Hektar Bio-Spargel sind neben Forst, externem Grünland- und Getreideanbau in bunter Fruchtfolge heute das Hauptgeschäft.

Als Mitbegründer der Biokartoffel-Erzeuger-Vereinigung engagiert Schröder sich für die Agrarwende. Nach Jahren der Verhandlungen sei es gelungen, dass der Handel deutsche Bio-Kartoffeln im Frühjahr nicht mehr automatisch für Importkartoffeln aus Nordafrika aus den Regalen wirft. Das nächste dicke Brett werde aktuell gebohrt: Kartoffeln nur für die Optik durch Waschen um ihre natürliche Schutzschicht zu bringen, verschlechtere ihre Haltbarkeit. Schröder vermeldete einen Etappensieg: „Die ersten Packbetriebe knicken schon ein.“

Noch eindrucksvoller als die Tatsache, dass der Biohof seinen Strombedarf über eine Fotovoltaikanlage deckt, war für Simone Peter der Blick gen Süden auf den kleinen Windpark, der schon seit dem Jahr 2000 Strom genug für ganz Fuhrberg produziert. Für diese Pionierleistung zollte die Parteichefin Heinz Visel, Windmüller und Grünen-Chef in Burgwedel, ihre Anerkennung.

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Fotostrecke Burgwedel: Grünen-Chefin besucht Fuhrberger Bio-Hof

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