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Wo lässt sich bei den Klassenfahrten sparen?

Burgwedel Wo lässt sich bei den Klassenfahrten sparen?

Keine Klassenfahrt mehr im achten Jahrgang, weil das Geld für die Lehrer fehlt? Dieses Gerücht hat am Gymnasium Großburgwedel für Aufruhr gesorgt. Entschieden ist noch nichts, betont Schulleiterin Gesa Johannes. Aber eines stimmt: Beim Thema Klassenfahrt muss künftig gespart werden.

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Wo lässt sich am Gymnasium Großburgwedel bei den Klassenfahrten sparen? Das soll jetzt ein Ausschuss beraten.

Quelle: Archiv

Großburgwedel. Klassenfahrten sind ein sensibles Thema an den Schulen, nicht zuletzt weil viele Jahrgänge während des Streiks der Lehrer vor gut anderthalb Jahren bereits auf die beliebten Ausflüge verzichten mussten. Das Gerücht, dass auch ohne aktuellen Streik die künftigen Achtklässler auf ihre Reise verzichten müssen, hat jetzt für Aufruhr bei Schülern und Eltern am Gymnasium Großburgwedel gesorgt. So, wie einige es verstanden hatten, reiche das Budget nicht aus, um den Lehrern die Klassenfahrten zu bezahlen. Deshalb würden diese komplett gestrichen.

"Nein, das muss ein Missverständnis sein. Soweit sind wir absolut noch nicht", versucht Gymnasiumsleiterin Gesa Johannes zu beruhigen. "Es ist überhaupt nichts entschieden." Tatsache ist: Das Gymnasium habe einen Ausschuss einberufen, um ein Konzept für die Klassenfahrten zu entwickeln. "Dieses Gremium ist schulöffentlich: Lehrer, Schüler und Eltern dürfen gern dabei mitmachen." Und dabei ist ihr durchaus bewusst, wie heikel das Thema ist. "Darüber diskutieren auch Lehrer nicht gern."

Die Notwendigkeit für ein neues Konzept sieht Johannes in gleich zwei Herausforderungen, die auf die Gymnasien allerorts zukommen. "Nach der Rückkehr zu G9 gibt es mehr Schüler und Jahrgänge am Gymnasium." Entsprechend müsse geschaut werden, wer wann auf Klassenfahrt gehe. Gleichzeitig habe das Land die Regelung für Dienstreisen geändert: Lehrer erhalten künftig bei Schulfahrten mehr Geld. Das Kultusministerium präsentierte im Oktober einen überarbeiteten Schulfahrtenerlass, der den Wünschen der Lehrer etwas entgegenkommt. Er sieht höhere Erstattungen bei Übernachtungs- und Nebenkosten sowie Rechtssicherheit bei der Annahme von Freiplätzen vor. Bei mehrtägigen Schulfahrten bekommen die Lehrkräfte mehr Zeitausgleich – pro Tag der Schulfahrt wird eine „Plus“-Stunde gutgeschrieben. "Aber trotz der Änderung ist dieser Etat nicht wesentlich erhöht worden", erklärt Johannes das Problem. "Wir müssen also schauen, wo sich sparen lässt."

Ob diese Sparmaßnahme letztlich doch auf den Rücken der Achtklässler ausgetragen wird, stehe nicht fest. "Ich weiß nicht, wie der Ausschuss diskutieren wird. Natürlich könnte es ein Ergebnis sein", sagt die Gymnasiumsleiterin. Denkbar wäre es aber auch, mehrere Klassen gemeinsam auf große Fahrt zu schicken, um den Reisepreis zu senken. Oder aber Ziele für die Fahrten zu wählen, die in der Nähe liegen und weniger kosten. Eine zeitnahe Entscheidung erwartet Johannes nicht: "Das wird noch einige Treffen brauchen, bis ein Konzept vorliegt". Dieses solle die Gesamtkonferenz dann beschließen.

Von Carina Bahl

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