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Gymnasium: Schnelles Neubau-Votum gefordert

Burgwedel Gymnasium: Schnelles Neubau-Votum gefordert

Kommenden Dienstag geht es im Schulausschuss wieder mal um die Zukunft des Gymnasiums Großburgwedel. Nur ein Sachstandsbericht steht auf der Tagesordnung, doch Eltern- und Schülerrat machen sich stark für eine rasche Entscheidung zugunsten eines Neubaus.

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Auf der Sportfläche zwischen Gymnasium und Freibad sollten nach Ansicht von Dietrich Mörlins (von links), Dorothea und Livia Nirschl sowie Niklas Dahmen schon nächstes Jahr die Bagger rollen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. In Elternversammlungen kursieren Unterschriftenlisten mit dieser Forderung. 300 bis 400 Unterzeichner gebe es bisher, sagen die Initiatoren.

Der Schock über die am Vormittag bekannt gewordene Versetzung von Schulleiterin Gesa Johannes ins Kultusministerium saß tief, als die Neubau-Verfechter die Presse am Montagnachmittag zum Gespräch empfingen. Einen anderen Schock hatten Livia Nirschl und Niklas Dahmen, beide aus der Klasse 11, Dietrich Mörlins und Dorothea Nirschl vom Schulelternrat ebenfalls noch nicht verdaut: Dass zwei Wochen nach dem Neubau-Votum des Schulausschusses der Rat am 15. Juni noch mal auf die Bremse getreten hat. Die CDU/FDP-Mehrheit konnte sich damals nicht zum Beschluss für einen Neubau des Gymnasiums durchringen. Mit „Bauchschmerzen“ wegen eines fehlenden Finanzierungskonzepts für die 34-Millionen-Euro-Investition hatte CDU-Fraktionschef Sebastian Müller das Zögern begründet.

„Wir wissen, dass das eine ganz schwierige Entscheidung ist“, gestand Elternsprecherin Nirschl den Kommunalpolitikern gern zu. Aber aus Eltern- und Schülersicht seien Tempo und ein Baustart schon 2018 dringend geboten. Nicht nur, weil Bauen generell rasant teurer und die Zinslast nicht noch geringer werden könne als jetzt, mahnte Mörlins und verwies auf die Sachverständigenstudie, nach der der Neubau langfristig ohnehin die wirtschaftlichere Lösung sei.

Es drohe auch Raumnot, warnte Schülervertreter Dahmen – und zwar ab 2020, wenn im Zuge der Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren ein zusätzlicher Jahrgang untergebracht werden müsse und zudem die zehn ins Schulzentrum ausgelagerten Klassen ans Gymnasium zurückkehrten, weil die IGS diese Räume dann selbst beanspruche. Schon jetzt verfüge die – bald aus drei Jahrgangsstufen bestehende – Oberstufe über keinerlei eigene Räume. Die Stadt solle sich ein zukunftsgerechtes Gebäude für ihre beliebteste Schulform leisten und kein Flickwerk.

Mörlins und Nirschl hatten am pädagogischen Konzept mitgearbeitet, manche musterhafte Schule besichtigt. „Es gibt modernere Formen des Lernens, als wir sie jetzt bieten können“, sagten beide. Jederzeit seien sie gesprächsbereit, das Konzept den Entscheidern persönlich zu erläutern.

Die öffentliche Sitzung des Schulausschusses beginnt am Dienstag, 5. September, um 18.30 Uhr im Amtshof. Außer dem Sachstandsbericht über die Erweiterung des Gymnasiums geht es um die Erweiterung der Grundschule Kleinburgwedel sowie den aktuellen Stand der Umsetzung der Inklusion an den Schulen.

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