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Stadt verzichtet auf einen Landmarkt

Burgwedel Stadt verzichtet auf einen Landmarkt

Händler für einen kleinen Landmarkt sonnabends auf dem Großburgwedeler Domfrontplatz stünden bereit - aber die Stadt orientiert sich an der Ablehnung der Wochenmarkthändler.

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Großburgwedels Wochenmarkt am Donnerstag ist äußerst gut frequentiert. Einen wenn auch viel kleineren "Landmarkt" lehnt die Stadtverwaltung ab.

Quelle: Martin Lauber (Archiv)

Großburgwedel. Eine Adresse für den Gemüseeinkauf zum Wochenende; ein Treffpunkt zum Verweilen; ein Termin, an den sich hin und wieder ein kulturelles Event andocken ließe - vor allem aber ein Anziehungspunkt in der City, mit dem sich am Sonnabend den Einkaufszentren auf der grünen Wiese oder in Hannover Paroli bieten ließe - all das hatte Carsten Niemann, CDU-Mitglied im Großburgwedeler Ortsrat, mit seinem Vorstoß für einen kleinen "Landmarkt" auf dem Domfrontplatz verbunden. Ein Ortstermin mit dem Landmarktverein Bissendorf, der bereit wäre, die Organisation zu übernehmen, und Bürgermeister Axel Düker hat bereits stattgefunden - angebahnt von Niemann, der im Hauptberuf Wirtschaftsförderer der Gemeinde Wedemark ist.

Doch aus der Idee wird nichts. "Wir haben von vornherein gesagt, dass das keine Konkurrenz für den Wochenmarkt  werden darf", erläutert Düker auf Anfrage. Die Stadtverwaltung habe zwischenzeitlich die Meinung der Beschicker des Donnerstagsmarktes eingeholt, die Resonanz sei einhellig negativ gewesen. Auch befragte lokale Anbieter aus Burgwedel hätten kein Interesse gezeigt. Rückendeckung bekommt Düker von Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller, der in einem Landmarkt auch für den stationären örtlichen Handel eine mögliche Konkurrenz sieht.  "Wir müssen ein gutes Maß finden. Und der Donnerstag ist dieses Maß", meint Fortmüller.

"Ich würde es bedauern, wenn man die Tür vorschnell zuschlägt", warnt Niemann. Er bleibt dabei, dass die Innenstadt die zusätzliche Belebung gut gebrauchen könnte. Am Sonnabend käme eine ganz andere Klientel, ist er sicher: die Berufstätigen, die endlich einmal einen Marktbummel genießen könnten.

Kommentar: Vorbei am Bürger

Wenn das Nein zum Landmarkt nicht mal eine glatte Fehlentscheidung vorbei am Bürger ist, liebes Rathaus! Wieviel Promille der exorbitanten örtlichen Kaufkraft würden denn an externe Markthändler "verloren" gehen, wenn jeden Sonnabend eine kleine Budenstadt auf dem Domfrontplatz aufgebaut würde? Oder ist es nicht eher umgekehrt?

Marktfans und Feinschmecker aus Burgwedel pilgern mangels eines lokalen Angebots gleich zum Lindener, Burgdorfer oder zum Langenhagener Markt, wo sich auch der Großeinkauf im CCL anschließen lässt. Das sind die Kunden und die Euros, die der Innenstadt von Großburgwedel verloren gehen! Ganz abgesehen von der Chance für die (berufstätigen) Bürger, in ihrer Stadt entspannt ins Wochenend zu bummeln. Genau darin besteht der bestechende Charme der Landmarkt-Idee.

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