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Stadt baut selbst statt zu mieten

Burgwedel Stadt baut selbst statt zu mieten

Landauf, landab werden zurzeit Flüchtlingsunterkünfte geschlossen und verschwinden Neubauprojekte in der Schublade. Rückläufig ist die Zahl der Zufluchtsuchenden auch in Burgwedel – aber gleichzeitig wird neu gebaut.

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An der Wallstraße in Kleinburgwedel lässt die Stadt Burgwedel ein Neun-Familien-Haus hochziehen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Vordergründig befindet sich die Stadt in einer komfortablen Situation: Statt 530 Geflüchtete zu Jahresbeginn sind aktuell nur noch 465 unterzubringen. Gleichzeitig rechne die Stadt aber, so Bürgermeister Axel Düker, mit 30 bis 35 Personen durch Familiennachzug. Für diese Familien müsse geeigneter Wohnraum zur Verfügung stehen. „Wir müssen also nachsortieren“, sagt Düker.

Weil für einen Teil der angemieteten Wohnungen ab Anfang 2017 die Verträge auslaufen und neue Anmietungen nicht geplant sind, spielen die beiden laufenden Neubauprojekte der Stadt eine wichtige Rolle. In Kleinburgwedel entsteht ein Sechsfamilienhaus an der Wallstraße, das Platz für zunächst 25 bis 43 Geflüchtete bietet. Ebenfalls 2017 soll am Kiebitzweg in Engensen ein städtisches Doppelhaus (für zwölf bis 16 Bewohner) fertig werden.

Langfristig sollen beide Objekte zu bezahlbaren Mieten den Wohnungsmarkt entlasten. „Wir gehen davon aus, dass wir sie aber zunächst mit Flüchtlingen belegen“, erklärt Christian Möhring, der im Rathaus für die kommunalen Liegenschaften zuständig ist. Konkret werde darüber erst entschieden, wenn die Häuser bezugsfertig sind. Der bereits beschlossene Bau eines dritten Objekts an der Heierdrift in Wettmar stehe nicht für 2017 auf der Agenda und sei als Ersatz für eigenen älteren Bestand zu sehen.

Auf dem Höhepunkt der Fluchtwelle hatte die Stadt Burgwedel Ende 2014 ein ganzes Vorsorgepaket geschnürt. Das größte Einzelprojekt – 30 Container mit bis zu 90 Plätzen gegenüber der Fuhrberger Kläranlage – steht in der Zwischenzeit samt Versorgungsgebäude kurz vor der Fertigstellung und wird bis auf Weiteres leer stehen. Die Pachtkosten für die Bereitstellung dieser Notreserve kann Burgwedel der Region Hannover in Rechnung stellen. „Vorzubauen“, so Regionssprecherin Christiane Kreutz, „ist die richtige Entscheidung gewesen.“ Die Stadt verfügt außerdem über eine komplett ausgestattete Sammelunterkunft am Kiebitzweg, die nur kurz im Frühjahr belegt war.

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