Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Heimatstube zeigt Spielzeug-Schätze

Großburgwedel Heimatstube zeigt Spielzeug-Schätze

Unter geschmückten Christbäumen hat die Heimatstube Großburgwedel am Wochenende rund 500 Besucher mit nostalgischen Gefühlen beschert. Für Spielzeug aus Kindertagen lässt offenbar auch im Alter die Begeisterung nicht nach.

Voriger Artikel
Grillplatz steht zur Disposition
Nächster Artikel
Petition wird vorzeitig beendet

Ein Sessel aus Gänseknochen: Selbstgebaute Puppenmöbel haben Annegret und Ralph Weinrich verliehen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Trix, Dux, Märklin und natürlich Stabil: Mehr als ein Dutzend Firmen stellten dereinst die Baukästen her, mit denen unsere Altvorderen aus fast unzerstörbaren metallenen Teilen Modelle zusammenschraubten. In der Weihnachtsausstellung der General-Wöhler-Stiftung hätte dieses stolze Kapitel der Spielzeug-Geschichte ganz gefehlt, hätte Hausherr Jürgen Veth nicht drei Tage vor der Schau einen Aufruf in dieser Zeitung gestartet. Und siehe da: Bis Sonnabendmittag stellten 16 Leihgeber ihre gut erhaltenen Schätze zur Verfügung, teilweise in Originalverpackung.

Der 75-jährige Wettmarer Heinz-Dieter Hoppe warf einen feierlichen Blick auf das edle Blech: „Das ist ein richtiges Vermögen. Das konnten wir uns damals nicht leisten.“ Und er erinnerte sich: „Das sollte die technischen Fähigkeiten wecken.“

Das Gefühl, mit Blechspielzeug zu hantieren, findet Dieter Vogelsang auch 71-jährig noch „unbeschreiblich“. Er persönlich besitzt noch die komplette Sammlung seiner Eltern, die er im Burgdorfer Stadtmuseum auch schon ausgestellt hat. Über manche der Exponate muss man einfach mehr wissen - und auf der Diele und an den Kaffeetischen der Heimatstube wurde viel geklönt. Leihgeberin Annegret Weinrich zum Beispiel holte ihre eigenen alten Puppenhaus-Möbel aus einer der Vitrinen: Das Miniatursofa konstruierte, polsterte und bezog Anfang der Sechzigerjahre ihre Großmutter für sie. Aus Gänseknochen baute den passenden Sessel dazu ihr Vater, der auch die Kücheneinrichtung für sie tischlerte. Der Standmixer aus Plastik von damals funktioniert noch.

Für Veth steht fest: Auf das Thema Kinderspielzeug wird die Heimatstube zurückkommen. Vorher aber sollen auf der Diele Spardosen ihre Reize entfalten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten