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Ist es pink, ist es dringend

Burgwedel Ist es pink, ist es dringend

Hörgeräte-Anbieter Martin Kind hat seine Otoplastik-Fertigung am Standort Großburgwedel umfangreich modernisiert. In den hellen Räumen sind die Abläufe perfekt aufeinander abgestimmt. Das soll die Produktion beschleunigen.

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Martin Kind schaut seinem Betriebsleiter Jens Leonhardt über die Schulter. Dieser erläutert CDU-Politikern die Hörgeräte-Fertigung.

Quelle: Laura Ebeling

Großburgwedel. In der Hörgeräte-Fertigungshalle bei Kind in Großburgwedel hat alles seinen Platz - und vor allem seine Farbe. Rollt eine Schachtel mit einem pinkfarbenen Streifen auf die Mitarbeiter zu, wissen sie: Jetzt muss es schnell gehen. "Alles, was pink ist, hat Priorität", sagt Jens Leonhardt, Leiter der Otoplastik-Fertigung, während er eine Gruppe von CDU-Abgeordneten aus der Regionversammlung durch die hellen Räume führt.

Was auf dem strahlend weißen Tisch aufgebaut ist, zeigt das Hörgerät von heute: Es leuchtet in grellen Neonfarben, ist per App steuerbar, und das Modell kommt aus dem 3D-Drucker. "Das sind Hightech-Produkte", sagt Firmengründer Martin Kind. Und diese hochtechnologisierten Alltagshilfen will er für seine Kunden weiter verbessern. Dafür hat Kind die Fertigungshalle am Standort Großburgwedel umfangreich modernisiert. Die Produktion soll noch schneller gehen. "Ein Kunde kommt zum Hörgeräte-Akustiker, es wird ein Abdruck seines Ohrs genommen, und eine Woche später hat er das fertige Gerät in der Hand", so Kind. Das dauere noch zu lange.

"Wir arbeiten viel mit Prototypen, die am Computer passgenau modelliert werden", erklärt Leonhardt. Und so bekommt das Hörgerät auf dem Bildschirm mit einem Klick ein knubbeliges Design und leuchtet in tiefem Blau.

Doch nicht nur an der Produktionsgeschwindigkeit will Martin Kind weiter schrauben. Die Hörgeräte sollen immer mehr zu intelligenten Helfern werden: "Stellen Sie sich vor, Sie gehen in eine Kneipe und stellen das Gerät auf die passende Lautstärke ein. Da wollen Sie doch beim nächsten Kneipenbesuch die Einstellungen direkt abrufen." Die passende Kind-App, die Orte und Einstellungen per Fernsteuerung speichert, hat der umtriebige Unternehmer schon programmieren lassen. Allerdings schreite die Technik mit großen Schritten voran: "Das ist ein Spagat, den wir immer wieder meistern müssen."

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