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Überblick für die letzte Lebensphase

Burgwedel Überblick für die letzte Lebensphase

Beratungsstellen, Finanzierungsfragen, Hospizarbeit, Seelsorge, Ärzte, Pflegedienste und Palliativ-Versorgung: Der Ambulante Hospizdienst für Burgwedel, Isernhagen und die Wedemark hat jetzt eine Überblicks-Broschüre für den Ernstfall veröffentlicht – kostenlos.

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Robert Schoevaart, Ute Rodehorst (Mitte) und Ursula Nacke wollen mit der eigens erstellten Broschüre Menschen auf den Ernstfall vorbereiten.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Wenn Heilung ausgeschlossen ist, alle Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind und die Gewissheit im Raum steht, dass für einen geliebten Menschen der letzte Abschnitt seines Lebens beginnt, dann sind Angehörige oft hilflos. „Viele sind überfordert und kennen sich nicht aus“, weiß Ute Rodehorst, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes mit Sitz in Großburgwedel, nur zu gut. Begriffe wie Palliativ-Versorgung und Hospiz stünden auf einmal im Raum – „aber viele wissen doch gar nicht, was sich dahinter verbirgt.“

Sich in einer solchen Extremsituation einen Überblick zu verschaffen, ist alles andere als leicht. Da möchte der Ambulante Hospizdienst, der sich in Trägerschaft des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen befindet, Abhilfe schaffen. Mit kostenlosen Beratungen und Sprechstunden tun die zwei Hauptamtlichen und 52 Ehrenamtlichen das schon lange. Aber nun gibt es auch die Broschüre „Hospiz- und Palliativ-Wegweiser“, die ab nächster Woche öffentlich ausliegt und im Internet auf ambulanterhospizdienst.de heruntergeladen werden kann. Interessierte finden darin die wichtigsten Informationen, Ansprechpartner, Kontaktdaten, Möglichkeiten der Pflege und Sterbebegleitung sowie leserfreundliche Erklärungen der wichtigsten Begriffe.

„Die Broschüre ist nicht nur etwas für den Ernstfall“, betont Rodehorst. Generell schade es nicht, sich früh mit dem Thema auseinanderzusetzen. Im Bereich der Sterbebegleitung merke der Hospizdienst immer wieder, wie wichtig eine frühe Kontaktaufnahme ist. „Das Kennenlernen und das Aufbauen von Vertrauen brauchen seine Zeit“, erläutert die zweite Koordinatorin Ursula Nacke.

Manch einer hätte jedoch Skrupel, das Angebot in Anspruch zu nehmen, wie Sterbebegleiter Robert Schoevaart es schon erlebt hat: „Für viele steht die Hospizarbeit für den Tod – und den holt man sich nicht ins Haus.“ Ein Irrglaube – schließlich wollen die Ehrenamtlichen den letzten Abschnitt für die Betroffenen angenehm machen: „Wir stehen vielmehr für das Leben.“

Neue Koordinatorin ist aus dem Ehren- ins Hauptamt gerutscht

Ursula Nacke ist seit Beginn des Jahres die zweite hauptamtliche Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst für Burgwedel, Isernhagen und die Wedemark – und damit tatkräftige Unterstützung für Chefin Ute Rodehorst. Der Weg der Hannoveranerin in die Hauptamtlichkeit war eigentlich Zufall: „Ich habe den Kurs für Ehrenamtliche im vergangenen Jahr besucht“, schildert Nacke. Als gelernte Krankenschwester und Pflege-Pädagogin seien ihr die Inhalte der Schulung zum Sterbebegleiter aber nicht ganz fremd gewesen. „Was ich vom Ambulanten Hospizdienst und seinen Strukturen mitbekommen habe, hat mir sofort sehr gefallen“, sagt die 53-Jährige. Und da sie sich gerade beruflich neu orientieren wollte, und die Stelle der zweiten Koordinatorin vakant war, kam das eine zum anderen. „Besser hätte es nicht laufen können“, ist auch Ute Rodehorst begeistert. 

Von Carina Bahl

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