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Kräftiger Wind lässt die Mühle "leben“

Burgwedel Kräftiger Wind lässt die Mühle "leben“

Die Wettmarer Bockwindmühle taugt auch bei wenig frühlingshaften Temperaturen als Ausflugsziel – einige Hundert Menschen pilgerten gestern am Deutschen Mühlentag zum Baudenkmal.

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Vor der Mühle zeigen die Treckerfreunde Thönse ihre historischen Schätze.

Quelle: Frank Walter

Wettmar. Auf "gutes Wetter, Wind und viele interessierte Besucher“ hatte der Heimatverein für das Kirchspiel Wettmar, Thönse, Engensen gehofft. Bis auf die Temperaturen wurden die ehrenamtlichen Müller auch nicht enttäuscht. Der Wind blies zwar in Böen, aber ausreichend stark, so dass sich die Flügel der 1585 erstmals urkundlich erwähnten und 2010 auf den Brammerberg umgesetzten Bockwindmühle kräftig drehten und das Technikdenkmal auch im Betrieb zu erleben war. "Jetzt lebt die Mühle“, freute sich Hobbymüller Dieter Rosin über den Wind.

Interessiert waren die Besucher allemal, und das nicht nur an den Schleppern der Treckerfreunde Thönse, die gleich ein halbes Dutzend ihrer historischen "Schätze“ auf der Anhöhe parkten.

Zeitweise mussten Besucher gar kurz warten, weil sich schon zu viele andere Interessierte in der oberen Etage der Mühle drängen. Dort erläuterten Dirk Bode und Roland Brenneke die Funktionsweise der Bockwindmühle mit ihren zwei Mahlgängen, den Sieben und den zwei Segel- und zwei Jalousieflügeln. Eine Etage tiefer fing Wilfried Künstler in einem Sack das Mehl auf, das mit jedem Mahlgang feiner in seiner Substanz wurde.

Wie mühsam es war, Getreide zu mahlen, als man sich die Kraft des Windes noch nicht zu Nutzen gemacht hatte, erlebten Besucher wie die neunjährige Louisa am eigenen Leibe, als sie Weizenkörner zwischen zwei flachen Steinen zerrieb.

Bis Ende Oktober ist die Bockwindmühle jetzt wieder an jedem zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Dass es noch 2016 etwas wird mit den lange gehegten Bauplänen für eine Remise, in der Material gelagert und Historisches ausgestellt werden könnte, das scheint unwahrscheinlich. Erst müsse der Bedarf ermittelt werden, sagte der stellvertretende Heimatverein-Vorsitzende Felix Bartels. "Wir wollen bauen, aber die Frage lautet, was und für welche Summe.“ Dringender sei es, Rücklagen für die Reparatur des Kammrads der Mühle zu bilden. Alt und neu wurden dort 2010 kombiniert, die Kontakte passen aber nicht optimal – einige Tausend Euro könnte das kosten.

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Von Frank Walter

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