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Rummel-Bummel soll Käufer locken

Großburgwedel Rummel-Bummel soll Käufer locken

Die Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute (IGK) ist führungslos, der Fortbestand hängt am seidenen Faden. Dennoch wollen Kaufleute einen verkaufsoffenen Sonntag organisieren. Und der Noch-IGK-Vorsitzende Karlheinz Schridde nimmt die Planung in die Hand.

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Am 21. Mai sollen wieder Tausende durch Großburgwedel schlendern.

Quelle: Archiv

Großburgwedel. "Bummel-Rummel" oder auch umgekehrt "Rummel-Bummel" könnte die Veranstaltung nach Schriddes Vorstellung heißen, denn das Konzept sieht auch einen Mini-Jahrmarkt auf der Von-Alten-Straße vor. Der verkaufsoffene Sonntag soll am 21. Mai und damit am gleichen Wochenende wie das Burgwedeler Schützenfest und "Kunst in Bewegung" Besucher in die Stadt locken. Beide Veranstaltungen sind als Zugpferde erforderlich, um den verkaufsoffenen Sonntag überhaupt genehmigt zu bekommen. Bei "Kunst in Bewegung" können Besucher in Ateliers und anderswo Kunstwerke in Augenschein nehmen, die mit Stift oder Pinsel, aus Stein, Ton oder Glas gefertigt wurden.

Aber bevor mit der endgültigen Planung begonnen werden kann, muss erst die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Berechtigung für den verkaufsoffenen Sonntag in der Fußgängerzone prüfen. Zudem muss das Ordnungsamt der Stadt die Genehmigung erteilen. "Solange wir nichts schriftlich von Verdi vorliegen haben, genehmigen wir nichts", erklärt Stadtsprecherin Michaela Seidel.

Jahrelang kümmerte sich Schridde um die Belange der IGK und organisierte Veranstaltungen wie etwa "Buntes Burgwedel", "Kunst in Bewegung" und den Weihnachtsmarkt. Anfangs hatte er alles ehrenamtlich gemacht, zuletzt hatten die Kaufleute für seinen Einsatz bezahlt. Erst im Februar hatte die komplette Führungsriege der IGK hingeworfen. Vorsitzender, Stellvertreter, Schriftwart und Kassenwart – also der gesamte Vorstand – standen für eine neue Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Auch bei der Mitgliederversammlung im März wurden keine Nachfolger gefunden. Erst im Juni soll es eine weitere Versammlung geben, wo ein neuer Vorstand gewählt wird. Bis dahin leitet Schridde die IGK kommissarisch weiter. Deshalb kann der Verein erstmals keine Veranstaltungsplanung für das laufende Jahr vorlegen – und damit auch nicht den verkaufsoffenen Sonntag "Buntes Burgwedel" organisieren.

Auf diesen will aber Alexander Jänisch, der an der Von-Alten-Straße einen Concept-Store betreibt, auf keinen Fall verzichten. Deshalb hatte der Geschäftsmann die Werbetrommel für den verkaufsoffenen Sonntag gerührt – und 30 Geschäftsleute sagten ihm zu. "Es muss eine Aktion geben, bei der wir nicht nur Stammkunden, sondern auch fremdes Publikum begrüßen können", argumentiert Jänisch. Deshalb hat er Schridde gebeten, den verkaufsoffenen Sonntag zu organisieren. "Er hat Erfahrung und kann es in der Kürze der Zeit wuppen", sagt Jänisch.

Laut Bürgermeister Axel Düker hatte Schridde am Freitag der Stadt ein Konzept vorgelegt, das dann an Verdi weitergeleitet wurde. Schridde plant nun als Privatmann für die Kaufleute und lässt sich seine Arbeit honorieren. "Jeder zahlt zwischen 60 und 120 Euro, je nach Größe der Laden- und Schaufensterfläche sowie kulinarischen Angeboten vor dem Geschäft", berichtet Jänisch. Da zeitgleich zum verkaufsoffenen Sonntag gleich zwei "Lockveranstaltungen" auf die Beine gestellt werden, malt sich Schridde gute Chancen für die Genehmigung aus. "Rummel-Bummel" dürfte aber eine "einmalige Veranstaltung werden, wenn im Juni ein neuer Vorstand gewählt und das Bunte Burgwedel wieder installiert werden", sagt Schridde. Verdi will bis Anfang Mai prüfen, ob das Zusatzprogramm ausreicht. "Dann erst geben wir eine Stellungsnahme ab", sagt Gewerkschaftssekretärin Juliane Fuchs.

Von Katerina jarolim-vormeier

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