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IGS kommt ab August 2016

Burgwedel IGS kommt ab August 2016

Burgwedel bekommt seine Integrierte Gesamtschule: Im August 2016 darf die Stadt die neue Schulform auf der Ramhorst einführen. Ohne Mehrkosten: Die Oberschule macht nach und nach die Räume frei, in die die IGS hineinwächst.

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In die Oberschule wird die IGS nach und nach einziehen.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel. „Die beste Nachricht des Jahres - neben dem Krankenhaus“, so kommentierte Bürgermeister Axel Düker am Donnerstag das am Vormittag eingetroffene Bewilligungsschreiben der Landesschulbehörde. „Unglaublich, großartig“, lautete die erste Reaktion von Christiane Scheunemann vom Bündnis für eine IGS.

Nicht weniger zufrieden zeigte sich die für die Schulen zuständige Erste Stadträtin. Nach dem fast einmütigen Ratsbeschluss hatte Christiane Concilio den im September gestellten IGS-Antrag während der Sommerferien mit reichlich Datenmaterial angefüttert: vom langjährigen Verhalten bei der Wahl der Schule über die Einwohnerentwicklung in geplanten Neubaugebieten bis hin zur Zahl der Schüler, die künftig nicht mehr an externe IGS-Standorte streben werden, wenn diese Schulform vor Ort angeboten würde. So konnte die Stadt, nachdem das Land im August die IGS zur „ersetzenden“ Schulform gemacht hatte, auch ohne eine zweite Elternbefragung den Nachweis liefern, dass in Burgwedel eine vierzügige IGS dauerhaft gesichert sei. Diese wird die Oberschule, in der 2012 Real- und Hauptschule zusammengeführt worden waren, ersetzen.

Das grüne Licht für die Gesamtschule sei auch fürs Gymnasium eine gute Nachricht, meint Düker. Die IGS bis Klasse 10 werde für mehr Schüler und mehr Differenzierungsmöglichkeiten in der gymnasialen Oberstufe sorgen. „Ich bin überzeugt, dass wir weniger Schüler an hannoversche Gymnasien verlieren werden.“

An der Landesschulbehörde ist es jetzt, eine Planungsgruppe für die neue Schulform einzusetzen. Das Kollegium der Oberschule hatte schon 2014 erklärt, dass es an einem IGS-Schulkonzept konstruktiv mitarbeiten will. Scheunemann meldet für das IGS-Bündnis ebenfalls Interesse an: „Jetzt würden wir das Baby auch gern mit auf die Welt bringen.“ Auch die Stadt wolle nicht nur Beobachter sein, so Concilio. So viel steht schon fest: Die IGS soll teilgebundene Ganztagsschule werden. Die Voraussetzungen seien mit der Mensa und ausreichend Räumen gegeben. Insgesamt solle der Campus, den sich Burgwedels weiterführende Schulen teilen, „ein ganz anderer Lebensraum mit mehr Aufenthaltsqualität“ werden.

Initiativen lassen nicht locker

Er liegt 22 Jahre zurück: Der erste Vorstoß für eine Elternumfrage zum Thema Gesamtschule scheiterte 1993 an einem Patt im Schulausschuss. Als 2008 eine neue Initiative das Elterninteresse an einer gemeinsamen IGS mit Wedemark in Burgwedels Grundschulen eruieren wollte, zeigte die Stadt ihr die Rote Karte. 2011 erneuerte das Bündnis für eine IGS Burgwedel/Isernhagen mit 973 Unterschriften den Anspruch auf eine IGS-Umfrage. Tatsächlich gaben im März 2014 drei von vier befragten Eltern dieser Schulform den Vorzug vor der Oberschule. Wenig später votierte der Rat für einen Antrag.

Von Martin Lauber

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