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Hat der IKM-Treff eine Zukunft?

Burgwedel Hat der IKM-Treff eine Zukunft?

Könnte ein leerstehender Laden an der Hannoverschen Straße das neue Domizil des IKM-Treffs werden? Erste Gespräche sind geführt, ein Förderantrag bei der Lotto-Sport-Stiftung gestellt – aber auch die Stadt müsste beim Aufbringen der Mietkosten helfen. Am Donnerstagabend liegt der Antrag darauf dem Rat vor.

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Ende September wird der IKM-Treff, der bisher an dern Von-Alten-Straße beheimatet ist, obdachlos. Ob die Pläne für ein neues Domizil realisiert werden, hängt davon ab, ob der Rat grünes Licht für einen Mietkostenzuschuss gibt.

Quelle: Archiv

Burgwedel. Der IKM-Treff ist – da sind sich Politik, Bürger und Verwaltung einig – ein Vorzeigeprojekt in Burgwedel. Komplett aus Spenden und mit ehrenamtlichem Engagement betrieben, gibt es quasi täglich ein interkulturelles Angebot in den Räumen an der Von-Alten-Straße 18 in Großburgwedel. Aber – auch das wissen alle – am 30. September endet der Mietvertrag. Eine Verlängerung ist nicht möglich, da das baufällige Fachwerkhaus saniert werden soll.

Jetzt muss man sich entscheiden, ob dann die Klappe fällt, das Projekt endet – oder es doch weitergehen kann“, betont Friedrich Dörr, der nun für den Trägerverein einen Antrag an den Rat gestellt hat. 400 Euro wünscht sich der Verein als monatliche Unterstützung. „Bisher musste sich die Stadt nicht finanziell beteiligen“, sagt Dörr. Das ehrenamtliche Team und die Spender hätten es bisher allein geschafft.

Doch mit der Suche nach einem neuen Domizil gerät dieses Engagement an seine Grenzen. „Wir haben uns in der Innenstadt umgeguckt“, erklärt Dörr. Es wäre schön, einen Ort zu finden, der von der Öffentlichkeit wahrgenommen werde, Integrationsarbeit müsse sichtbar sein. „Mit einem Maklerbüro haben wir dann das ehemalige Tabakgeschäft an der Hannoverschen Straße besichtigt.“

Eben dieser Laden sei ideal als neuer IKM-Treff – liegt er doch zentral und ebenerdig. Allerdings: Für Miete und Nebenkosten ist mit 1000 Euro zu rechnen. „Und wenn wir einen Vertrag abschließen wollen, müssen wir Sicherheiten vorweisen.“ Eben aus diesem Grund beantragt der Verein jetzt den monatlichen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der Kosten. Weitere 400 Euro monatlich hat der Verein bei der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung beantragt. „In Vorgesprächen wurde uns auch die Bereitschaft dazu signalisiert“, betont Dörr. „Aber die Stiftung will, dass die Kommune mit ins Boot geholt wird.“ Die übrigen 20 Prozent der Fixkosten würde der IKM-Treff aus Spenden bestreiten können.

Der Verwaltungsausschuss hat den Antrag, wie aus Kreisen der Politik jetzt bekannt wurde, schon hinter verschlossenen Türen erörtert. Das Signal sei dem Vernehmen nach positiv – viele rechtliche Dinge müssten aber vorab geklärt werden. „Noch steht das Ladengeschäft leer. Wer weiß, wie lang“, sagt Dörr. Der Rat habe sich doch dafür ausgesprochen, dass der IKM-Treff nach dem September fortgeführt werden solle. „Wir hoffen natürlich auf eine positive Entscheidung.“ Zumal das Ende an der Von-Alten-Straße in Sicht komme – und die Sommerpause bevorstehe.

Laut Stadtsprecherin Michaela Seidel liegt der Antrag im Rathaus vor. Der Rat werde am Donnerstag ab 
19 Uhr zu Beginn der öffentlichen Sitzung im Amtshof entscheiden, ob der Antrag auf die Tagesordnung gesetzt wird. Eine inhaltliche Debatte darüber lasse die Geschäftsordnung des Rates aber nicht zu. Vielmehr würde es dann darum gehen, den Antrag zur Beratung in die zuständigen Gremien zu verweisen.

Von Carina Bahl

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