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Kreative Nähte gegen die Plastikflut

Burgwedel Kreative Nähte gegen die Plastikflut

Dieses Ferienangebot traf ins Schwarze: Im Treffpunkt des Interkulturellen Miteinanders (ikm) nähten am Sonnabend Kinder für die Umwelt.

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Wianka (13) lernt bei Regina Gresbrand das Fingehäkeln. Was kompliziert aussieht, führt zu hübschen, haltbaren Kordeln.

Quelle: Patricia Chadde

Großburgwedel. Odile (10) und Sherin (8) sitzen an den Nähmaschinen von Burgwedels ikm-Treff, an denen wochentags Erwachsene arbeiten. "Jetzt noch einen Zentimeter rückwärts nähen, dann wieder vorwärts und schon hält die Naht", erklärt Heike Ambroselli den beiden jungen Damen. Das Angebot "Kinder nähen plastikfreie Taschen" von Burgwedels Interkulturellem Treff  fand am Sonnabend mehr interessierte Nachwuchsschneider, als Plätze vorhanden waren. "Wir hatten mit sechs bis acht Teilnehmern geplant, dann kamen 16. Leider mussten wir fünf  Kinder wieder wegschicken, weil der Platz einfach nicht reichte", bedauerte Organisatorin Regina Gresbrand.

"Bis aus Stoff und Garn Taschen und Turnbeutel entstehen, sind zahlreiche Arbeitsschritte erforderlich“, erläutert Veronika Wilker, die das Projekt gerne tatkräftig unterstütze. So lernten die Teilnehmer, wie sich  Kordeln mit den Fingern häkeln lassen, was etwas Zeit erforderte. „Das dauert ganz schön, sieht aber klasse aus", fand Wianka (13). "Wir vermitteln traditionelle Handarbeitstechniken und zeigen zugleich Wege, wie sich Plastikmüll eindämmen lässt", schildert Sigrid Eybe die Zielsetzung des ikm-Projekts, mit dem auch schon die Mitarbeiterinnen des Nähtreffs auf dem Wochenmarkt viel Resonanz gefunden haben.

Neben örtlichen Betreuerinnen wie Erika Breitmoser halfen am Sonnabend auch zwei gelernte Schneider bei der Taschenproduktion. Feda Nabizada und Mojtaba Orsgami stammen aus Afghanistan, wo "Kleidung meistens vom Schneider genäht wird, weil Fabrikware viel zu teuer wäre", wie Nabizada den jungen Teilnehmern berichtete. Die übten fleißig mit der Nähmaschine aber auch mit der Hand, um das ikm-Label einzunähen.

Gegen14 Uhr war Anton Brückner (8) mit seiner Tasche schon fertig und plante noch einen Turnbeutel. Gresbrand freute der Eifer: "Auf Mittagspause hatte keiner Lust. Da wurde nur flink Pommes gegessen und dann sofort weitergemacht." Der ikm-Treff macht mit seinem Angebot ebenfalls weiter: Am Mittwoch können Kinder filzen lernen.

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Nähen erfordert Geduld und Konzentration. Kein Problem für Odile (10, vorne), Heike Ambroselli und Sherin (8).

Quelle: Patricia Chadde

Von PATRICIA CHADDE

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