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In 65 Jahren so viele schöne Zeiten erlebt

Großburgwedel In 65 Jahren so viele schöne Zeiten erlebt

Wenn man die beiden Großburgwedeler fragt, wie man in 65 Ehejahren glücklich bleibt, dann nennt Berthold Enders Treue und Verständnis als Grundvoraussetzungen. Seine Frau Waltraud wirft kurz einen verträumten Blick zu ihrem Mann und sagt dann: „Die Liebe. Wir sind heute noch genauso verschmust wie damals.“

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Eiserne Hochzeit Waltraud und Berthold Enders Großburgwedel.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel. Damals, das war die Zeit des Kennenlernens bei einer Tanzveranstaltung in der hessischen Provinz. Beim ersten Wiedersehen fanden Waltrauds fünf Schwestern allerlei Ausreden, um auch einen Blick auf den schmucken jungen Mann zu erhaschen, der acht Kilometer weit mit dem Fahrrad aus dem Nachbarort gekommen war.

Das Fahrrad blieb auch später treuer Begleiter, in Burgwedel unternahmen die Enders jeden Dienstag mit einer Gruppe lange Radtouren in die Umgebung. Mehr aber noch dominierte die Bahn ihr Leben, bei der Berthold Enders arbeitete und wegen der es beide in die Region Hannover verschlug. 1963 wurde Berthold Enders Bahnhofsvorsteher in Isernhagen H.B., direkt an der Bahnsteigkante lag auch die Dienstwohnung. 1986 zogen Waltraud und Berthold Enders dann ins Reihenhaus nach Großburgwedel. An erster Stelle stand damals wie heute stets die Familie: Mit drei Söhnen, vier Enkeln und mittlerweile auch dem ersten Urenkel können die Enders’ aufwarten.

Berthold Enders engagiert sich zudem seit langem in der Seniorenbegegnungsstätte, spielte Tischtennis, leitet noch heute die dortige Badminton-Gruppe - und ist auch einer der Väter des Boulesports in Großburgwedel. Als er als einer der ersten in der Region eine Ehrenamtskarte verliehen bekam, da habe der Moderator ihn gefragt, ob er noch einen Wunsch an seinen Bürgermeister habe - Hendrik Hoppenstedt saß mit im Publikum. Hatte er: „Eine Boule-Bahn im Amtspark, das wär’s.“ Hoppenstedt habe spontan zugesagt, und tatsächlich wurde die Anlage gebaut, freut sich der 85-Jährige.

Um den kleinen, aber sehr gepflegten Garten am Reihenhaus kümmert sich auch heute noch seine zwei Jahre jüngere Frau. Blumen als Blickfang, ein wenig Gemüse im Hochbeet - „da sitzen wir gern in der Sonne“. Und überhaupt: „Wir haben so viele schöne Zeiten erlebt“, sagt Waltraud Enders - und wirft ihrem Berthold wieder einen verliebten Blick zu.

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Von Redakteur Frank Winternheimer