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Initiative will Container weiter verhindern

Burgwedel Initiative will Container weiter verhindern

Die Bürgerinitiative (BI) Flüchtlingshilfe Fuhrberg ist gegen die Containerunterkünfte am Grasbruchweg – und hat am Mittwochabend deshalb einen Fragenkatalog vorgestellt, der das Vorhaben näher beleuchten soll. Rund 100 Fuhrberger kamen dazu ins Gemeindehaus.

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Am Grasbruchweg stehen bereits Container - für sie gibt es eine Teilgenehmigung.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Fuhrberg. Pro und Kontra wurden 150 Minuten lang ausgetauscht – und viel Kritik geäußert. Als beste Variante unter den schlechten Lösungen bezeichnete Burgwedels Bürgermeister die Container am Grasbruchweg. Axel Düker saß zusammen mit der Ersten Stadträtin Christiane Concilio, Ordnungsamtsleiterin Andrea Stoker sowie Ratsmitglied und Landwirt Jörg Heuer (CDU) auf dem Podium. Um den Vorbehalten gegenüber der Flüchtlingsunterbringung in den Containern Nachdruck zu verleihen, überreichte Petra Hobbie von der BI zu Beginn der Veranstaltung 600 Unterschriften. Die Initiative hatte sich im Februar gegründet, als der Bau der Anlage öffentlich bekannt wurde.

Derzeit entsteht am Ortsrand – neben einem zweiten Modul gleicher Größe für Erntehelfer – eine Containeranlage für 90 Flüchtlinge, die der Stadt als Reserve dienen soll. Bauherr ist Landwirt Heuer, der Mietvertrag mit der Stadt wurde für zehn Jahre abgeschlossen. Und da setzen die Zweifel der BI an: Warum müsse ein Objekt angemietet werden, obwohl nicht sicher sei, dass dort je Flüchtlinge untergebracht würden? Mit dem Geld ließe sich anderes finanzieren, meinte Stephan Besch.

Angezweifelt wurde ebenfalls das Baugenehmigungsverfahren, für das die Region zuständig ist. Das Verfahren für die Versorgungsgebäude am Grasbruchweg laufe noch, sagte Heuer. Er geht davon aus, dass im Mai mit dem Bau begonnen werden kann. Eine Teilgenehmigung liege bereits für die Container vor. Die Abnahme soll Ende April erfolgen, nach Einbau der Heizungs- und Brandmeldeanlage sowie der Möbelierung.

Unmut machte sich im Publikum breit, weil einige den Eindruck gewannen, dass die BI nicht für, sondern gegen Flüchtlinge argumentiere. Dem sei nicht so, wurde widerrufen: "Uns stören die abgeschiedene Lage und nicht angemessene Unterbringung in Containern“, erwiderte Petra Becke von der BI. Zudem forderte die Initiative eine transparente Planung. Die sei nicht zu erkennen, warf Becke der Stadt vor.

Wie die Arbeit der BI nach der Bürgersammlung weitergeht, steht noch nicht fest. "Wir treffen uns am Wochenende und beratschlagen weitere Schritte“, sagte Petra Hobbie gestern auf Nachfrage – nach wie vor sei man gegen die Container.

Von Katerina jarolim-vormeier

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