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Interkultureller Treffpunkt kann starten

Großburgwedel Interkultureller Treffpunkt kann starten

Doppelte Freude beim Verein Kunst und Migration: Die Miete für den geplanten interkulturellen Treffpunkt im früheren Chapeau ist beisammen - dank Spenden aus der Bevölkerung. Auch HAZ und Sparda-Bank unterstützen das Projekt.

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Viele Ehrenamtler packen beim ersten Hausputz mit an: Cansu Esen wischt die Fenster, Anne Gresbrand hält die Leiter.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Es wird geschrubbt, geschraubt, gefegt - viele packen mit an beim ersten Hausputz bis in den Montagabend hinein. Es ist die Vorbereitung für den „Sommereinsatz“ des Malermeisters, der Ende August kommt, um mit frischer Farbe die ehemalige Kneipe in einen angenehmen Ort zu verwandeln, wo Alteingesessene und Zugewanderte sich zwanglos begegnen können. Mit der Finanzierung von insgesamt zehn solcher Handwerker-Einsätze unterstützen die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und die HAZ in der ganzen Region insgesamt zehn gemeinnützige Projekte und Vereine in der Aktionsreihe „Sommereinsatz“.

Der geplante Treffpunkt hat offenbar viele Sympathisanten: Wegen der Mietkosten hatte der Verein Kunst und Migration vor sechs Wochen die Burgwedeler in der NHZ zu Spenden aufgerufen - und mehr als 50 haben sich zwischenzeitlich bereit erklärt, die Idee zu unterstützen. Jeder gibt monatlich 10 Euro für die Miete dazu - befristet für ein Jahr. Denn nur vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 stellt Wohnpark-Inhaber Hans-Georg Scharpenberg das Haus in der Fußgängerzone zur Verfügung, um dem Projekt eine Chance zu geben.

Diese wollen Initiatorin Regina Gresbrand und ihre zahlreichen Mitstreiter nach Kräften nutzen. Vom 1. Oktober an soll täglich von 9 bis 12 Uhr eine Näh- und Handarbeitsstube öffnen. Sogar das Jobcenter will sich mit einer Fördermaßnahme einklinken. Nun sucht der Verein einen größeren Webrahmen - oder noch besser: einen großen Webstuhl.

So richtig interkulturell für Jedermann wird’s an den geplanten Länder- und Themenabenden, bei denen Besucher direkt von Migranten rund um den Globus erfahren können, welche Beweggründe sie nach Burgwedel geführt haben und welche Schwierigkeiten sie dabei zu überwinden hatten. Musik, Kulinarisches und Hintergründe über Landschaft und Kultur gehören jeweils dazu. Als Herzstück zieht natürlich auch die bewährte Tee- und Kaffeestube von der Seniorenbegegnungsstätte in die Stadtmitte: Immer montags ist dort jeder bei kostenlosem Ausschank von 15 bis 17 Uhr zum zwanglosen Gespräch willkommen. Gebraucht werden noch Kaffeegedecke, Gestecke, Tische und Stühle. Wer etwas Passendes abzugeben hat, wendet sich per E-Mail an regina@gresbrand.de.

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