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Jeder Millimeter Regen ist willkommen

Großburgwedel Jeder Millimeter Regen ist willkommen

Gut 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter seit Oktober - das sorgt derzeit für rappelvolle Entwässerungsgräben und Seenlandschaften mitten im Grünland. Für die Grundwasserneubildung ist jeder Millimeter Regen sehr willkommen.

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Volle Entwässerungskanäle wie an der Großburgwedeler Nordumgehung gehören zu einem normalen Winter dazu.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Burgwedel. So tief wie im vergangenen Sommer war der Pegel des Grundwassers seit 2005 im Norden Burgwedels nicht mehr gefallen. Geschuldet war diese Entwicklung einer mehrjährigen Trockenperiode. „Der Niederschlag füllt den Stand jetzt ein wenig wieder auf“, erklärt Andreas Kalix, Chef des Wasserwerks der Stadtwerke Hannover in Fuhrberg. 73 Liter Niederschlag im Januar 2016: Das waren immerhin sieben Liter mehr als im langjährigen Mittel. Und mal sehen, was da noch kommt ...

Durchschnittlich regnet es hierzulande 700 bis 760 Liter auf einen Quadratmeter pro Jahr. Laut Volker Krebs, Geschäftsführer des in Wettmar ansäßigen Wasserverbandes Nordhannover (WVN), dauert die Hochsaison für die Grundwasserneubildung noch bis April. Das unterirdische Wasserreservoir reichere sich in diesen Regenmonaten nicht explosionsartig an, sondern nach und nach, so der WVN-Geschäftsführer.

Die derzeit andauernden Niederschläge führten dazu, dass der Boden gesättigt und seine Poren undurchlässig werden. Deshalb bildeten sich die Pfützen und Seenlandschaften, die gerade überall auf Wiesen und Äckern zu beobachten sind.

Niederschlagsbilanzen sind ein wichtiges Thema nicht nur für Burgwedel selbst, dessen Stadtfläche fast komplett zum Einzugsgebiet zweier Wasserwerke gehört, die den Norden der Region und die Landeshauptstadt mit Trinkwasser versorgen. Der WVN fördert aus eigenen Brunnen 860.000 Kubikmeter pro Jahr. Das Gros des Trinkwassers, das er verteilt, bezieht er aber von den Stadtwerken Hannover (3,4 Millionen Kubikmeter). In deren Fuhrberger Wasserwerk werden insgesamt sogar rund 19,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr gefördert.

Von Katarina Jarolim-Vormeier

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