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In der List findet Projekt edelMut Nachahmer

Burgwedel In der List findet Projekt edelMut Nachahmer

Kleidung „mit Lebensgeschichte“ in elegantem Boutique-Ambiente – das ist seit November 2013 das Markenzeichen des edelMut-Ladens in Großburgwedeler 1-a-Lage. Jetzt schwappt die Idee des Projekts unter dem selben Namen mit identischem Konzept von der Provinz in die Landeshauptstadt.

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Das Vorbild: Der Großburgwedeler edelMut-Laden erwirtschaftet seit zweieinhalb Jahren Geld für diakonische Projekte. Die Arbeit erledigen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen wie Ute Poneß. 

Quelle: Linda Tonn

Burgwedel/Hannover. Im ehemaligen 2001-Laden an der Friesenstraße im hannoverschen Stadtteil Oststadt entsteht eine Art Doppelgänger des Großburgwedeler Originals. Nur größer: auf 140 statt auf 100 Quadratmetern wie in Großburgwedel, wo mehr als 50 Ehrenamtliche das wohltätige Geschäft mit edlem Gebrauchten sechs Tage die Woche am Laufen halten.

Modenschauen, Lesungen und Ausstellungen im Schaufenster sind dabei die Kür, ebenso wie die lange Holztafel mitten im Geschäft, an der auch Nichtkunden gerne mal bei einer Tasse fair gehandelten Kaffees ausruhen. Circa 100 000 Euro hatte der gemeinnützige edelMut-Verein 2013 in das stylische Interieur investiert – Geld aus privaten Spenden, vom Innovationsfonds des Kirchenkreises, Darlehen der St.-Petri-Gemeinde.

Die Geschäftsidee eines schicken sozialen Ladens für anspruchsvolle Zielgruppen ist nicht unbedingt selbsterklärend. Aber der Erfolg hat zwischenzeitlich die meisten Kritiker von edelMut überzeugt: Schon im ersten Jahr wurden mit dem Geschäft 110 000 Euro Umsatz gemacht und voll versteuert sowie 14 000 Euro gespendet. Der Ideengeber für edelMut war der Burgdorfer Benefiz-Laden gewesen. Nachdem jetzt eine gemeinsame Dachgesellschaft ad acta gelegt wurde, sind die Burgwedeler die Inhaber der Markenrechte von edelMut. Für seine in diesem Frühjahr von der Landeskirche prämierte Geschäftsidee wünscht sich der Verein möglichst viele Nachahmer.

Als Erster hat sich der Diakonie-Stadtverband Hannover begeistern lassen. Heidrun Zeilbeck, Vorsitzende des Vereins edelMut in Großburgwedel, fungiert als Beraterin. Stefan Heinze, bislang Fundraiser der Diakonie, führt mit einer halben Stelle die Geschäfte und staunt, wie groß in den drei kooperierenden Oststadt-Kirchengemeinden der Zuspruch für das Projekt ist. Anfang Juli wurde der 2001-Laden gemietet, seitdem sind Innenarchitekt und Designer, die schon Burgwedel geplant haben, an der Arbeit.

„Das überzeugende Ambiente und das edlere Warensegment spricht eine Klientel und Ehrenamtliche an, die bisher mit der Kirche weniger in Kontakt gekommen sind“, stellt Heinze fest. Mehr als 50 Freiwillige bereiten sich vor auf die für Ende August geplante Eröffnung. „Das bleibt nicht der letzte edelMut-Laden“, ist Heinze sicher. Denn: Neue Ideen, wie sich Geld für kirchlich-diakonische Aufgaben generieren lässt, würden überall gesucht.

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Im früheren 2001-Geschäft im hannoverschen Stadtteil List beginnen die Umbauarbeiten. Ende August soll hier der erste hannoversche edelMut-Laden eröffnet werden.

Quelle: Linda Tonn
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