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Juniorwahl ist nah am Original

Burgwedel Juniorwahl ist nah am Original

Was Große können, können Kleine auch: Rund 650 Burgwedeler Gymnasiasten haben die Bundestagswahl 2017 simuliert. Die Acht- bis 13-Klässler setzten jetzt zum ersten Mal ihre Kreuze.

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Liz König (von links) gibt Livia Mühlhaus das Passwort für die internetgestützte Juniorwahl, auch Hanna Arnold und Nele Böhm gehören zu den Wahlhelfer.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Großburgwedel. Die Klasse 10 EF geht mit ihrem Lehrer Hans Vosberg wählen, das Wahllokal ist in der Bibliothek des Gymnasiums aufgebaut. Die Neuntklässlerinnen Liz König, Hanna Arnold und Nele Böhm nehmen die Wahlbenachrichtigungen der Mitschüler entgegen und haken sie in einer Liste ab. Dann geht es in die Wahlkabinen. Laura Stobinski hat ein wenig Bedenken, ob sie auch tatsächlich wählen kann. Denn die 15-Jährige hat ihre Wahlbenachrichtigung zu Hause liegen gelassen. "Wenn der Personalausweis nicht reicht, muss ich noch nach Hause fahren", erklärt die Gymnasiastin, die unbedingt wählen möchte. Doch ihr Ausweis reicht, und Laura setzt ihre zwei Kreuze: ein Kreuz für einen Kandidaten, ein weiteres Kreuz für eine Partei.

Livia Mühlhaus findet es gut, dass die Schule die Wahl anbietet. Auch Tabea Wittbecker befürwortet die fiktive Wahl. "Wir haben uns umfangreich über die Parteien informiert", sagt die 15-Jährige. Sie fühlt sich gut vorbereitet, wenn sie später als Volljährige ihre Stimme abgeben wird.

Juniorwahl – so nennt sich die bundesweite Initiative des Berliner Vereins Kumulus, bei der in diesem Jahr knapp eine Million Jugendliche aus insgesamt 3500 Schulen in Deutschland mitmachen. "Es geht darum, schulintern die Wahlen zu simulieren, um das politische Interesse zu fördern", sagt Pädagoge Vosberg, der zugleich auch den Fachbereich Politik und Wirtschaft am Gymnasium Großburgwedel leitet.

Jugendliche aus dem achten bis 13. Jahrgang übermitteln per Internet ihre Stimme online zur Zentrale nach Berlin. "Die Ergebnisse lassen sich durchaus mit den echten Resultaten vergleichen", sagt Vosberg. Allerdings bevorzugen viele Schüler ökologische Themen, so dass erwartungsgemäß beispielsweise die Tierschutzpartei besser abschneiden dürfte als bei der "echten" Wahl.

Vosberg spricht aus Erfahrung: Das Burgwedeler Gymnasium beteiligt sich bereits seit zehn Jahren an dem politischen Projekt – Vor- und Nachbereitung im Unterricht inbegriffen. Die Ergebnisse für jede Schule werden am Sonntag, 24. September, im Internet auf juniorwahl.de veröffentlicht. "Aber erst nach Schließung der echten Wahllokale um 18 Uhr, damit keine Beeinflussung möglich ist", sagt der Lehrer.

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Fotostrecke Burgwedel: Juniorwahl ist nah am Original

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Von Katerina jarolim-vormeier

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