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KRH-Streik ist nur der Anfang

Burgwedel KRH-Streik ist nur der Anfang

Der Verdi-Protestzug am Donnerstagvormittag am Krankenhaus Großburgwedel war nur der Anfang: Am Dienstag, 26. April, werden auch die ersten Eltern die Auswirkungen der Warnstreiks zu spüren bekommen.

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Einige Dutzend Mitarbeiter sammeln sich am Donnerstagvormittag zum Protest vor dem Klinikum Großburgwedel.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel/Isernhagen. Mit Transparenten und Trillerpfeifen zogen Mitarbeiter am Donnerstagvormittag ums Krankenhaus, ehe sie dann zur zentralen Verdi-Kundgebung nach Hannover fuhren. „Mehr Geld für gute Arbeit“, „Pflege soll nicht krank machen“, „Mehr von uns ist besser für alle“ – ihre Forderungen hatten sie auf ihre Banner geschrieben.

Mit der Großburgwedeler Beteiligung am Warnstreik war die Betriebsratsvorsitzende Petra Pulver zufrieden: "Die Streikbereitschaft ist deutlich höher als sonst“, meinte sie. Dass es letztlich doch nur etwa 50 Streikende waren, wunderte die Teilnehmer nicht: "Woher sollen die Streikenden denn kommen, wenn man kaum mehr Beschäftigte hat als die Notbesetzung?“, meinte einer. So stammten diejenigen, die mit ums Haus marschierten, vor allem aus Randbereichen wie Technik und Verwaltung. "Vom Patientenbett kann man doch kaum weg.“

In der nächsten Woche will die Gewerkschaft Verdi auf "die Provokation der Arbeitgeber“ bei den Tarifverhandlungen mit einer Verschärfung der Warnstreiks antworten. Dafür hat Verdi alle Tarifbeschäftigten der Umlandkommunen für Dienstag, 26. April, zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nicht nur das Klinikum wird voraussichtlich erneut betroffen sein, sondern wie schon bei der langen Streikwelle im Vorjahr auch wieder Eltern. So haben die Mitarbeiter der kommunalen Kindertagesstätte in Isernhagen H.B. gestern angekündigt, dem Warnstreikaufruf zu folgen – die Kita bleibt am Dienstag geschlossen, Notgruppen gibt es nicht. Der Betrieb in den beiden anderen kommunalen Kitas in N.B. und Neuwarmbüchen werde voraussichtlich nicht eingeschränkt, hieß es gestern aus dem Rathaus.

Keine Einschränkungen durch den Warnstreik am Dienstag erwartet die Stadt Burgwedel, auch nicht in den Kitas. Man verfüge über ausreichend Personal, um einzelne streikbedingte Ausfälle auffangen zu können. Eltern sollten aber die Homepage auf burgwedel.de im Blick behalten.

In der Tarifauseinandersetzung fordert Verdi für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sechs Prozent mehr Gehalt. In den kommunalen Haushalten sind teils deutlich geringere Steigerungen eingeplant, in Isernhagen beispielsweise drei Prozent.

Von Frank Walter

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