Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Kein Babyboom ohne Werbung

Großburgwedel Kein Babyboom ohne Werbung

Nach dem Aus für die Geburtshilfe im Nordstadt-Krankenhaus hatte man in Großburgwedel auf einen deutlichen Zuwachs für die eigene Geburtsstation gehofft. Doch danach sieht es nicht aus. Mitarbeiter sind sicher: Die Schließungsdebatte wirkt negativ nach. Der Klinikkonzern müsse mit Werbung stärker dagegen halten.

Voriger Artikel
Kinder kommen trotz Pferdekrankheit
Nächster Artikel
Kunst im alten Park

370 Kinder haben in diesem Jahr bis zum 30. Juli an der Fuhrberger Straße das Licht der Welt erblickt.

Quelle: Christian Behrens

Burgwedel. 370 Kinder haben in diesem Jahr bis zum 30. Juli an der Fuhrberger Straße das Licht der Welt erblickt. Fürs ganze Jahr 2015 rechnet das Klinikum Region Hannover (KRH) nach Aussage seines Sprechers Bernhard Koch damit, dass in etwa die Vorjahreszahl von 669 Geburten erreicht wird. Ein zeitweise leichter Rückgang sei inzwischen weitgehend aufgeholt, der Trend also positiv, teilt Koch auf Anfrage mit. Die Aufgabe der Nordstadt-Geburtshilfe wirke sich gering aus: „Es gibt mehrere Geburtskliniken in Hannover, die näher am Standort Nordstadt sind.“

Für Beschäftigte am Standort Großburgwedel ist dies aber allenfalls die halbe Wahrheit, wäre bei einer gezielten PR-Strategie viel mehr zu holen. Immerhin seien nach der Schließung der Geburtshilfestationen der Langenhagener Paracelsus-Klinik im Sommer 2013 und des Nordstadt-Krankenhauses in diesem Frühjahr bis zu 1800 Geburten neu zu verteilen. Eltern aus den Randlagen Langenhagens und Hannovers könnten sich umorientieren Richtung Geburtshilfe Großburgwedel, die vier Hebammen aus dem Nordstadt-Krankenhaus übernommen hat und somit personell für einen Schub gerüstet wäre.

Wäre da nicht der „black october“, von dem hinter vorgehaltener Hand immer noch die Rede ist. Im Oktober 2014 hatte die KRH-Spitze mit der Ankündigung ihrer Medizinstrategie 2020 das Aus für die Geburtshilfe Großburgwedel verkündet. Das wurde zwar Monate später politisch korrigiert. Doch die öffentliche Debatte habe zu Irritationen bei werdenden Eltern und Frauenärzten geführt, heißt es bei Mitarbeitern. Nach Informationen dieser Zeitung hat es deshalb wiederholt Vorstöße gegeben, das Klinikum Region Hannover solle mit Inseraten für den Standort Großburgwedel werben - zumal konkurrierende Häuser wie das Kreiskrankenhaus Celle im Burgdorfer und Uetzer Umland und die Diakonischen Krankenhäuser in Hannover genau dies täten.

Von Martin Lauber

Koch berichtet, das KRH bereite aktuell ein Rundschreiben an Frauenärzte mit der Vorstellung des Großburgwedeler Geburtshilfe-Teams vor. Für werdende Eltern gebe es Informationsabende jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr. Weitere Informationen gibt es auf krh.eu und auf facebook.com/KRH.Geburtskliniken.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten