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Kampf gegen die Wassermassen

Burgwedel Kampf gegen die Wassermassen

Die heftigen Regenfälle in den Nordkommunen haben den Feuerwehren an den vergangenen Tagen zahlreiche Einsätze beschert. Vor allem mussten voll gelaufene Keller leergepumpt werden.

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Feuerwehrmann Thorsten Meissner legt die Tauchpumpe vor dem Schwesternwohnheim in Großburgwedel in die Wassermassen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Burgwedel/Isernhagen/Wedemark. In Großburgwedel hatten die Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun. Eine regelrechte Seenlandschaft entstand nach den heftigen Regengüssen am Mittwoch vor dem Schwesternwohnheim an der Kleinburgwedeler Straße. Knietief stand die Feuerwehr vor der verschlossenen Tür. Zwei Tauchpumpen legte Feuerwehrwehrmann Thorsten Meissner in den kleinen See. Eine Stunde dauerte dort der Einsatz. "Das ist für heute nicht der letzte“, sagte Einsatzleiter Daniel Bergmann. Ständig waren die Sirenen am Nachmittag in Großburgwedel zu hören. Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger und seine Kollegen waren wegen der vielen Einsätze nicht zu erreichen.

In Thönse lief am Mittwochnachmittag der Keller eines Einfamilienhauses am Rottanger voll. Erste Versuche des Hausbesitzers, das Wasser mit einer Gartenpumpe ins Freie zu schaffen, erwiesen sich als untauglich. 14 Mann der Ortsfeuerwehr halfen mit leistungsstarker Tauchpumpe und Nasssaugern.

Während der starken Regenfälle am Mittwochnachmittag musste auch die Feuerwehr Isernhagen viele Male ausrücken, die Sirenen erklangen immer wieder. An der Burgwedeler Straße in H.B. stand bereits um kurz nach 14 Uhr der Keller eines Wohnhauses unter Wasser. Gut anderthalb Stunden später musste die Feuerwehr zur Steller Straße in Kirchhorst ausrücken, weil erneut das Wasser in einen Keller drang. Fast zur selben Zeit mussten die Einsatzkräfte aus dem gleichen Grund an den Herrenwiesen in der Gartenstadt Lohne anrücken. Gegen Abend häuften sich die Fälle drastisch, zahlreiche wurden in Altwarmbüchen gemeldet, so dass die Feuerwehr aus Kirchhorst unterstützen musste.

Die Wedemärker Ortsfeuerwehren mussten bereits am Dienstag vorübergehend eine örtliche Einsatzleitung einrichten. Die erste Alarmierung ging laut Feuerwehrsprecher Benjamin Meyer um 19.48 Uhr in Mellendorf ein. "Dann gab es drei starke Regenfälle und Gewitter mit dem Schwerpunkt über Mellendorf und Bissendorf“, sagte Meyer. Deshalb wurden neben den dortigen Feuerwehren auch die Einsatzkräfte aus Brelingen, Hellendorf und Wennebostel alarmiert, sodass 80 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen gegen die Wassermassen kämpften. "Wir mussten vor allem voll gelaufene Keller leer pumpen“, sagte Meyer. Innerhalb kurzer Zeit seien 26 Alarmierungen eingegangen. Von der örtlichen Einsatzleitung aus seien die Kräfte eingesetzt und koordiniert worden, erklärte Meyer. Seinen Angaben zufolge hatten die Freiwilligen bis 23.49 Uhr alle Einsätze erledigt – oftmals begleitet von großer Dankbarkeit der Bewohner, die vom Regen und seinen Folgen überrascht worden waren.

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Ein Gully an der Straße Im Mitteldorf n Großburgwedel läuft über.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Von Antje Bismark, Katharina Derlin, Katerina Jarolim-Vormeier und Frank Walter

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