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Kein Gutachter für den Radverkehr

Burgwedel Kein Gutachter für den Radverkehr

Die Erwartungen an ein zukunftsweisendes Radverkehrskonzept für Burgwedel waren hoch. Nun soll die Stadtverwaltung, die damit einen Fachplaner beauftragen wollte, nach dem Willen von CDU und WEB das Konzept mit Bordmitteln bewerkstelligen.

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Die Stadtverwaltung soll nun das neue Radverkehrskonzept mit Bordmitteln bewältigen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Circa 30.000 Euro wären fällig geworden für externes Know-how sowie ein öffentliches Beteiligungsverfahren mit zwei Bürgerworkshops zum Thema Radverkehr in Burgwedel. „Wir brauchen fachliche Unterstützung“, bekräftigte Harald Rietz am Dienstagabend im Planungs- und Tiefbauausschuss den Wunsch der Stadtverwaltung nach einem Fachgutachter.

Doch der Mann aus dem Bauamt wurde nicht erhört. Statt in ein Konzept wolle seine Fraktion das Geld lieber direkt „für die Beseitigung von Schwachstellen“ ausgeben, erläuterte Thorsten Rieckenberg (CDU). Die Verwaltung könne sich mit Polizei, den Fachbehörden der Region und dem Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zusammensetzen, um Wege zu finden, wie sichere Schulwege gewährleistet und andere Schwachstellen beseitigt werden können. Zustimmung bekam er von Heinz Schröder (WEB), der ebenfalls dafür war, „die bekannten Knackpunkte anzugehen“.

Sozialdemokraten und Grüne halten das Nein der Ausschussmehrheit für einen Fehler. „Einzelne Schwachpunkte herauszuarbeiten ist noch kein Konzept“, stellte Joachim Papenburg (SPD) klar. SPD-Fraktionschef Hans-Joachim Rödiger sieht die Gefahr, dass es ohne fachliche Ist-Analyse und Prioritätensetzung weder Plan noch Umsetzung geben werde. Wenn die Schwachstellen alle bekannt sind, warum ist denn nichts geschehen in den letzten zehn Jahren?“, wollte er wissen.

ADFC-Vorsitzender Steffen Timmann, von dem die Anregung zu einem Radverkehrskonzept stammte, verhehlte gestern seine Entttäuschung über den Ausschussbeschluss nicht: „Wir haben uns mehr vorgestellt. Eine Schwachstellen-Analyse reicht nicht aus“, sagte er. Sein Verein sei war bereit, das Rathaus in puncto Radverkehr zu unterstützen. „Mithilfe eines auswärtigen Fachgutachters hätte sich das Radwegenetz aber viel umfassender verbessern und modernisieren lassen“, bedauert Timmann.

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