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Kiebitz und Feldlerche sollen umziehen

Großburgwedel Kiebitz und Feldlerche sollen umziehen

Burgwedels Stadtverwaltung ist auf der Suche nach Ersatzdomizilen: Denn wenn im Gewerbegebiet hinter Rossmann gebaut wird, werden mehrere Kiebitz- und Feldlerchenpaare ihre Brutplätze verlieren.

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Die Stadt sucht neue Brutplätze für Kiebitze (Bild) und Feldlerchen. Bis zum Sommer sollen die Gewerbegrundstücke verkauft sein.

Quelle: Archiv

Burgwedel. Wer hätte gedacht, dass die weitgehend ausgeräumte Ackerlandschaft zwischen ICE-Strecke und Autobahn 7, Landstraße und Hochregallager einen Lebensraum „mittlerer bis hoher Bedeutung für Arten der offenen Feldflur“ darstellt. Im Zuge der Bauleitplanung für das neue Gewerbegebiet VII im Großburgwedeler Westen ist aber genau das bei der obligatorischen Umweltprüfung herausgekommen: Im Innen- und Randbereich der fraglichen rund zehn Hektar sind Vogelkundler mit sechs Brutrevieren von Feldlerchen und weiteren drei von Kiebitzen fündig geworden, für die jetzt im näheren Umfeld Ersatz gefunden werden muss. Beide Bodenbrüter sind laut Vogeltschutzrichtlinie geschützt. Darüber hinaus ist die Stadt verpflichtet, Ausgleich zu schaffen für die allgemeine Beeinträchtigung, die für Pflanzen, Boden, Wasser und Klima mit der Versiegelung einhergehen wird. „Ein ganz normaler Verfahrensschritt“, sagt Bauamtschef Oliver Götze. Je nach Qualität müssten Ausgleichsflächen im Verhältnis 1:2 bis 1:3 nachgewiesen werden, so Umweltkoordinator Malte Schubert.

Im Dezember hatte die Stadt den B-Plan für das Gewerbegebiet öffentlich ausgelegt. Nach Aussage von Götze decken sich die eingegangenen Anregungen und Bedenken im Wesentlichen mit den Feststellungen der Umweltgutachter und der Unteren Naturschutzbehörde der Region. Bürgermeister Axel Düker ist überzeugt, dass die Auflagen zügig zu erfüllen sein werden, so dass nicht nur der B-Plan bis zur Sommerpause beschlossen werden kann, sondern auch die Gewerbegrundstücke bis dahin verkauft werden können.

Immerhin basiert der Haushaltsplan 2016 maßgeblich auf den Erlösen (9 Millionen Euro stehen im Etat) aus dem Verkauf der 70.000 Quadratmeter im Gewerbegebiet „Großburgwedel VII“, die möglichst en bloc verkauft werden sollen - und zwar in naturschutzrechtlicher Hinsicht „lastenfrei“. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Region“, erklärt der Bürgermeister. Einige der benötigten Flächen befänden sich im Besitz der Stadt, über andere werde noch verhandelt. Wahrscheinlich im Mai ist wieder der Tiefbau- und Umweltausschuss am Zuge.

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