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Wirtschaftspreis geht nach Kleinburgwedel

Burgwedel Wirtschaftspreis geht nach Kleinburgwedel

Mit dem zum zweiten Mal verliehenen niedersächsischen Wirtschaftspreis „Mittelstand und Handwerk“ haben Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies die Kleinburgwedeler Metallbaufirma Rosenhagen sowie ein Transportunternehmen aus der Nordheide ausgezeichnet.

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Wirtschaftsminister Olaf Lies (links) und Ministerpräsident Stephan Weil (rechts)  applaudieren den Preisträgern (von links) Bianca Rosenhagen, dem just ausgelernten Metallbauer Mike Scheffke und Heiko Rosenhagen.

Quelle: Heinrichson

Kleinburgwedel. Insgesamt waren rund 4000 Firmen für den Preis nominiert worden, unter denen eine Experten-Jury am Ende zwei Erstplatzierte, darunter die Kleinburgwedeler, gekürt hat. Zu Arbeitsbeginn verkündeten Heiko und Bianca Rosenhagen stolz die gute Nachricht vor versammelter Belegschaft in der Werkshalle: „Das ist die Anerkennung, dass wir ein gutes Team sind.“

Richtig gefeiert werden soll der Preis bei der Weihnachtsfeier – dann wird auch der Sieger oder die Siegerin im firmeninternen Schweißwettbewerb prämiert. Alle Mitarbeiter, auch die aus dem Büro, haben teilgenommen. Der Contest ist ein Beispiel unter vielen für das Bemühen um ein Betriebsklima, das folgendem Credo folgt: „Gesund bin und bleibe ich nur in einer Firma, in der ich mich wohlfühle“, so Bianca Rosenhagen. Oder wie es ihr Ehemann bei der Preisverleihung in Hannover auf einen noch kürzeren Nenner brachte: „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt.“

Mit dem Preis wird einerseits das strukturierte Konzept zum Gesundheitsmanagement honoriert. Andererseits unterstrich Laudator Weil mit Blick auf das Beispiel der Preisträger, dass vor dem Hinter­grund des demografischen Wandels gerade bei kleinen Unternehmen und im Handwerk die Fachkräftesicherung immer mehr an Bedeutung gewinne.

Das Kleinburgwedeler Familienunternehmen, das Heiko Rosenhagen in dritter Generation führt, wappnet sich seit Jahren höchst strukturiert für die Zukunft. Das spielt sich nicht nur im modernen Maschinenpark ab, sondern vor allem in den innerbetrieblichen Beteiligungsprozessen. Dazu gehören Facebook-Präsenz und Mitarbeiter-App ebenso wie horizontale Karriereplanung und die Öffnung für Hochschulabsolventen im Rahmen des trialen Systems. In Arbeitskreisen werden alle Arbeitsabläufe kritisch unter die Lupe genommen. „Wenn wir stehen bleiben, haben wir schon verloren“, meinen die Rosenhagens.

Danach sieht es nach dem dritten hochkarätigen Preis in drei Jahren nicht aus. Zehn Auszubildende lernen derzeit im binnen weniger Jahre auf 30 Mitarbeiter angewachsenen Betrieb. Und die Preisträger sind davon überzeugt, dass diese hohe Zahl nicht über Bedarf, sondern die Zukunft ist.

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